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Alp-Bewirtschaftung würde in Frage gestellt

Ausgabe vom 31.August Leserbrief «Subventionen: Ein Problem» Die Äusserungen im Leserbrief von Alfred Brügger, Thun, müssen unbedingt richtig gestellt werden. Wenn er behauptet, jeder Hobbyschäfeler bekomme für seine Schafe Subventionen, so stimmt das nicht. Direktzahlungen und Bewirtschaftungsbeiträge erhalten nur landwirtschaftliche Betriebe, welche eine gewisse Betriebsgrösse aufweisen und staatlich kontrolliert werden, und beim Einkommen und Vermögen sind auch Grenzen gesetzt. Weil heute verschiedene arbeitsaufwendige Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Schafe vor Raubtieren notwendig sind, so sind auch höhere Direktzahlungen gerechtfertigt, sollten jedoch den Wolfsfreunden in Rechnung gestellt werden. Brügger schreibt, wenn es keine Subventionen für die Schafe gäbe, so würden die Schafe verschwinden und das Wolfsproblem wäre gelöst, hier irrt er sich gewaltig. Wenn der Wolf keine Schafe mehr reissen könnte, so würde das Rindvieh umso mehr zur Beute werden. Besonders noch weil Schutzmassnahmen für Rinder undenkbar sind. Sollte die Petition «Mehr Schutz für den Wolf» im Bundesparlament eine Mehrheit finden, so würde das Bewirtschaften mancher Alp in Frage gestellt. Nicht nur bei den Alpen streben die Grünen eine Nutzungseinschränkung an, sondern auch beim Kulturland. Die neue Gewässerschutzverordnung, die gegenwärtig in der Vernehmlassung ist, soll für 20000 Hektaren Kulturland eine Nutzungseinschränkung bringen und teils zur Renaturierung von Fliessgewässern verwendet werden. Ich finde es verantwortungslos in einer Zeit, da eine Milliarde Menschen Hunger leiden, unseren Boden als Produktions- und Nahrungsgrundlage für unnötige Projekte zu verschandeln. Es ist traurig, dass es Leute gibt, die brutale Raubtiere mehr schützen als die Existenz vieler Bauernfamilien. Robert Lauber-SchranzFrutigen>

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