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An Mittelmeerküste getaucht

Der FC Zürich bezog die erste Auswärtsniederlage in der Champions League. Nach einem Katastrophenszenario in der ersten

Der FC Zürich startete unglücklicher ins Spiel, als er es sich in seinen schlimmsten Albträumen hätte vorstellen können. 270 Minuten lang war der Schweizer Meister in der laufenden Europacup-Saison auswärts ohne Gegentor geblieben. In Marseille lag er schon nach etwas mehr als 11 Minuten 0:2 zurück und hatte auf dem Weg zum Zweitorerückstand seinen besten Torschützen Johan Vonlanthen verloren. So nahm das Debakel in Marseille seinen Lauf. Zweimal wurde den Zürchern ein Freistoss von der linken Angriffsseite der Marseillais zum Verhängnis. Das erste Mal, nach drei Minuten, lenkte Silvan Aegerter die Hereingabe von Fabrice Abriel unhaltbar für Johnny Leoni ins eigene Netz. Beim zweiten Mal, aus nahezu gleicher Position, flog der Ball von Abriel an Freund und Feind vorbei zum 2:0. Es passte zum unglücklichen Zürcher Start, dass der Schiedsrichter Craig Thomson den Treffer nicht wegen Abseits annullierte. Eigentlich hätte er dies tun sollen, den drei Marseillais standen zwischen Goalie Leoni und der Abwehrreihe. Zwar intervenierte keiner der Stürmer, doch Leoni war durch die massive Präsenz vor seinem Kasten sichtlich irritiert. Den zweiten Gegentreffer sah Vonlanthen bereits von der Bank aus. Er hatte sich ohne gegnerische Einwirkung nach 9 Minuten am Oberschenkel verletzt. Zürich stand schon nach wenigen Minuten im stimmungsvollen Vélodrome näher am letztlich eintreffenden Debakel als an einem Punktgewinn. Die Pässe kamen nicht an. Einige FCZ-Spieler wie Aegerter und Rochat agierten katastrophal. FCZ nur effizient Für FCZ-Coach Bernard Challandes gab es nur wenig Erfreuliches zu sehen. Immerhin, der Gast brach zunächst nicht ein, er kämpfte um jeden Ball, wusste aber wie bereits vor zwei Wochen damit nur wenig anzufangen. Dass der FCZ überhaupt zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzen konnte, verdankte er seiner Effizienz, die ihm in den letzten Spielen gefehlt hatte. In Marseille verwertete Alphonse gleich die erste Torchance. Achtelfinals weit weg Durch die zweite Niederlage gegen Olympic Marseille ist zumindest ein Platz in den Champions-League-Achtelfinals in weite Ferne gerückt. Und auch der dritte Platz, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt, scheint mittlerweile ein eher unrealistisches Ziel. Es war kein Abend für den FCZ. Marseille feierte derweil den höchsten Champions-League-Sieg seit über 15 Jahren. si >

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