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Angeklagte erneut in U-Haft

Zwei der drei Angeklagten im laufenden Prozess wegen des Raserunfalls von Schönenwerd sind in Untersuchungshaft. Einer der 20-Jährigen beteiligte sich an einem illegalen Rennen, der andere sass trotz Ausweisentzugs am Steuer.

Einen Prozess haben die Raser von Schönenwerd SO bereits am Hals. Nun sind zwei der Angeklagten erneut wegen Verkehrsdelikten inhaftiert worden. Während der eine trotz Führerausweisentzugs am Steuer sass, war der andere am Donnerstag an einem illegalen Autorennen mitten im Dorf Trimbach SO beteiligt. Gegen die beiden Männer ordnete das kantonale Haftgericht eine Untersuchungshaft für die Dauer von mindestens jeweils einem Monat an. Das Gericht begründete die Haft mit Verdunkelungs- und Fortsetzungsgefahr, wie die Staatsanwaltschaft am Samstag weiter mitteilte. Mit 102 km/h geblitzt Bei einer Radarkontrolle hatte die Polizei am Donnerstagabend in Trimbach SO zwei dicht aufeinander fahrende Autos mit 102 km/h und 98 km/h geblitzt. An der Messstelle ist eine Geschwindigkeit von 50 km/h erlaubt. Beifahrer in einem der beiden Autos war einer der Angeklagten. Er muss sich derzeit vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Am Steuer dieses Autos sass ein Mann, der beim tödlichen Unfall in Schönenwerd Mitfahrer eines der drei Raserautos gewesen war. In der Nacht auf den 8.November 2008 war eine unbeteiligte 21-jährige Frau ums Leben gekommen. Ein heute 61-jähriger Mann und seine 64-jährige Ehefrau wurden verletzt. Am Freitag verhaftete die Polizei einen zweiten Angeklagten. Die Polizei hatte gemäss Staatsanwaltschaft im Laufe der Woche Hinweise der Bevölkerung erhalten, dass der Mann mit einem Fahrzeug in Schönenwerd unterwegs gewesen war. Untersuchung eröffnet Insgesamt sitzen nun drei Fahrzeuglenker und zwei Beifahrer in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft eröffnete gegen die fünf Männer eine Strafuntersuchung wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln beziehungsweise Anstiftung oder Gehilfenschaft dazu. Am Prozess vor dem Amtsgericht, der am vergangenen Montag begonnen hatte, zeigten sich die drei je 20-jährigen Angeklagten bislang kaum einsichtig. Sie bestritten, dass ihre nächtliche Fahrt von Aarau nach Schönenwerd ein Rennen gewesen sei. Sie fanden bei den Befragungen auch keine Worte des Bedauerns. Sie sind der vorsätzlichen Tötung sowie der vorsätzlichen schweren Körperverletzung angeklagt. Weiter müssen sie sich wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung sowie wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln verantworten. Urteile Ende Oktober Der Staatsanwalt wird heute Montag seine Strafanträge stellen, und die Verteidiger werden ihre Plädoyers halten. Das Amtsgericht wird die Urteile voraussichtlich am 27.Oktober sprechen. Nach dem tödlichen Raserunfall war den drei Männern griechischer, türkischer und kroatischer Herkunft der Führerschein entzogen worden. Sie hatten die Fahrprüfung jeweils nach wenigen Fahrstunden bestanden und besassen den Führerschein zum Zeitpunkt des Unfalls noch kein Jahr. sda>

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