Zum Hauptinhalt springen

Angst vor Krawallen am Sonntag

Bern freut sich auf das

Wie ein guter Krimi soll auch die Schweizer Fussballmeisterschaft bis zur letzten Partie spannend sein. Deshalb erstellt die Swiss Football League den Rückrunden-Spielplan jeweils erst in der Winterpause und absichtlich so, dass es am Ende wenn möglich zu einer Finalissima kommt. So auch am Sonntag, wenn YB den FC Basel zum entscheidenden Spiel im Titelkampf empfängt (16.15/SF zwei). Was TV-Anstalten freut, bringt für die Kantonspolizei (Kapo) zusätzliche Belastung. Bei Partien zwischen YB und Basel bestehe grundsätzlich ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, sagt Kapo-Sprecher Michael Fichter. «Beim bevorstehenden Spiel kommen nun noch starke Emotionen dazu.» Eines der beiden Fanlager werde am Schluss mit Sicherheit enttäuscht sein. Chaos auf dem Spielfeld Die YB-Verantwortlichen sind ebenfalls unglücklich mit dem absichtlich dramatisierten Spielplan. Dem sportlichen Nervenkitzel stünden die Sicherheits-aspekte gegenüber, sagt YB-Sprecher Albert Staudenmann. «Die Super League benötigt eigentlich keine künstlich erzeugte Spannung.» Die Angst vor Ausschreitungen wird im Vorfeld des Gipfeltreffens ebenso oft diskutiert wie die Vorfreude. Unvergessen sind die Bilder aus dem St.-Jakob-Park vom 13.Mai 2006: Nachdem Basel den Titel gegen Zürich in letzter Minute verspielt hatte, stürmten Anhänger das Feld und attackierten FCZ-Spieler. Um den über 30000 Zuschauern und den Bewohnern des Berner Nordquartiers am Sonntag «unter allen Umständen» ein Fussballfest zu ermöglichen, sind laut Michael Fichter mehr Polizisten aufgeboten worden, als dies normalerweise an YB-Hochrisiko-Spielen üblich sei. Die genaue Zahl hält der Polizeisprecher aus «taktischen Gründen» zurück. 100 Helfer aus Basel Die grösste Herausforderung dürfte sein, rivalisierende Fangruppen voneinander fernzuhalten. Weil in der Stadt Bern viele Menschen unterwegs sein werden und eventuell eine Meisterfeier stattfindet, dürfte dies für die Gesetzeshüter besonders knifflig werden. «Wir müssen uns auf verschiedene Szenarien vorbereiten», sagt Fichter. Auch auf einen Platzsturm? Für die Sicherheit im Stadioninneren sei der Veranstalter zuständig, antwortet der Polizeisprecher. «Wir schreiten erst ein, wenn dieser die Situation nicht mehr bewältigen kann.» Für YB sind im Stadion 400 Stewards im Einsatz. 100 davon stellt der Basler Stadionbetreiber zur Verfügung. Tobias Habegger >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch