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Anrufe sind keine Seltenheit

ominöse telefonanrufeDer Bericht löste Reaktionen aus: Die dubiosen Anrufe mit der Nachfrage nach Katzen oder Hunden sind keine Seltenheit. Sieben weitere Personen meldeten ebenfalls solche Anrufe.

«Besitzen Sie eine Katze oder einen Hund?»: Mit dieser telefonischen Anfrage werden immer wieder Menschen konfrontiert. Der Bericht über diese ominösen Anrufe vom vergangenen Freitag hat etliche Reaktionen ausgelöst. Sieben Personen aus Thun, der Region und dem Oberland haben sich gemeldet und mitgeteilt, dass sie ebenfalls solche Kontakte gehabt hätten. «Unsere Katze hatte ein paar Tage später sogar eine leichte Verletzung, die wie eine Schusswunde aussah», sagte Monica Moser aus Spiez. Sie wisse natürlich nicht, ob die Nähe zwischen diesem Telefonanruf und der Verletzung Zufall sei oder mit dem Anruf zusammenhänge. Die Nummer mit der Vorwahl 0039 stammt laut den Anrufern, die sich auf der Redaktion gemeldet haben, aus Italien. Die Personen würden einen ausländischen Dialekt sprechen. Ein Callcenter in Italien? «Wir befürchten, dass hier Einbrecher feststellen wollen, ob wir zu Hause sind respektive ob wir einen Hund haben», mutmasst Emil Delaquis aus Bönigen bei Interlaken. Diese Annahme teilt er mit einigen Personen, die auf den Bericht reagiert haben. Doch wie Heinz Pfeuti, Pressesprecher der Kantonspolizei Bern, im letzten Bericht erklärte, handle es sich eher um Firmen, die zu Werbezwecken potenzielle Kundschaft ausfindig machen wollten. «Das ist richtig», bekräftigt die Kantonspolizei Aargau, welche im vergangenen Jahr sogar eine Pressemitteilung zu diesem Thema herausgegeben hat. «Diese Anrufe werden in der ganzen Schweiz gemeldet, vermutlich werden sie von einer Firma oder mehreren Firmen bei einem Callcenter in Auftrag gegeben.» «Dass es womöglich Kriminaltouristen sind, schliessen wir aus», sagte der Pressesprecher der Kantonspolizei Aarau und bestätigte damit die Aussage der Kapo Bern. Diese hätten genügend «Kundinnen und Kunden», dagegen weder Zeit noch die finanziellen Mittel, um derartige Abklärungen vorzunehmen. Anrufe beunruhigen trotzdem Doch die ominösen Telefonanrufe beunruhigen trotzdem, wie die Reaktionen der Personen gezeigt haben. «Der Anrufer war unprofessionell und unhöflich – und ich kann mir gut vorstellen, dass hier Felle von Katzen gesucht werden», schreibt beispielsweise Helen Roggli vom Natura-Tiershop in Thun. Sie bezog sich in ihrem Schreiben mit dieser Aussage auf die Vermutung von Ruth Streit aus Längenbühl, welche ihren Kater vermisst und nicht ausschliesst, dass womöglich ein Fellhandel im Gange sei (vgl. Ausgabe vom 14.Januar). «Ich habe in letzter Zeit bereits zwei Anrufe aus Italien bekommen und mir beim zweiten Mal erklären lassen, um was es geht», meldete sich Barbara Bieri aus Steffisburg. Es handle sich um eine Firma, die Tierfutter verkaufen wolle. «Diese Anrufe», schreibt sie in ihrer E-Mail weiter, «haben nichts mit dem verschwundenen Kater zu tun.» Franziska Streun>

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