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Anschlag auf Moskauer Flughafen

RusslandBei einer

Nur zehn Monate nach einem blutigen Attentat in der Moskauer Metro erschüttert ein neuer schwerer Anschlag die russische Hauptstadt. Im Flughafen Domodedowo starben bei einen Selbstmordanschlag gestern mindestens 31 Menschen, 168 weitere wurden verletzt. Domodedowo im Süden Moskaus ist der grösste Flughafen der russischen Hauptstadt. Die Explosion ereignete sich am Nachmittag im internationalen Ankunftsbereich des Airports, wie russische Ermittler mitteilten. Die Leiche eines mutmasslichen Attentäters sei am Anschlagsort gefunden worden, hiess es. Gefahndet wird nach zwei weiteren Personen. Wie die Agentur RIA Nowosti unter Berufung auf die Polizei berichtete, hatte der Sprengsatz eine Kraft von rund fünf Kilogramm TNT. Präsident Dmitri Medwedew kündigte an, die Drahtzieher des Anschlags würden gefasst und bestraft. Er verschob wegen des Attentats seine für heute geplante Abreise zum Weltwirtschaftsforum in Davos, wo er die Eröffnungsrede halten sollte. Medwedew kündigte zusätzliche Schutzvorkehrungen für Luftverkehrskreuze an, um weitere Anschläge abzuwehren. «Wir trauern um die Opfer des Terroranschlags vom Flughafen Domodedowo. Die Organisatoren werden zur Strecke gebracht und bestraft», erklärte Medwedew über Twitter. Augenzeugen berichteten im russischen Radio von einem regelrechten Blutbad. «Hier laufen Menschen mit Verbrennungen herum und Leichenteile liegen auf Bahren», sagte Andrej, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags am Informationsstand befand. «Hier geschieht etwas Furchtbares», sagte er dem Sender City FM. Erhöhte Alarmbereitschaft Ein weiterer Augenzeuge sagte der BBC, zum Zeitpunkt der Explosion seien tausende Menschen im Terminal gewesen. Sie seien aus dem Gebäude geströmt, einige blutverschmiert. Ein weiterer Zeuge berichtete dem Sender Rossija 24 von schreienden Menschen und herunterfallenden Plastikverkleidungen. Rettungskräfte hätten verletzte Menschen aus dem Gebäude getragen. Die Polizei in Moskau wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, die Sicherheitsvorkehrungen in der U-Bahn und an den anderen Flughäfen wurden verstärkt, wie mehrere Agenturen berichteten. Besondere Aufmerksamkeit gelte den öffentlichen Verkehrsmitteln. Mitarbeiter des Innenministeriums und des Geheimdienstes FSB wurden an die drei Moskauer Flughäfen geschickt, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete. Das Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat bisher keine Hinweise, dass Schweizer Bürger von dem Anschlag betroffen sind. Auch eine Sprecherin der Fluggesellschaft Swiss sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, es seien weder Personal noch Passagiere von Swiss betroffen. Ein Flug der Swiss von Genf nach Moskau sei am Nachmittag planmässig auf dem Flughafen Domodedowo gelandet, sagte die Swiss-Sprecherin weiter. Das Flugzeug werde wie geplant noch heute nach Genf zurückfliegen. Ob der Abendflug ab Zürich durchgeführt werden kann, sei noch offen. Es ist der dritte Anschlag mit vielen Toten in Moskau in wenig mehr als einem Jahr. Bei einem Doppelanschlag im März 2010 wurden 39 Menschen in der Moskauer Metro getötet.sda>

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