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Ascom streift Vergangenheit ab

Die Ascom tritt immer mehr aus dem langen Schatten ihrer Vergangenheit: 2009 hat sie den Gewinn auf 24,4 Millionen Franken verdreifacht. Der Berner Telekomzulieferer zeigt sich offen für neue Übernahmen.

«Wir werden keine Dummheiten machen», sagte Ascom-Chef Riet Cadonau an der gestrigen Bilanzmedienkonferenz. 2010 werde eher ein Jahr der Konsolidierung als der Akquisitionen. Doch der Telekomzulieferer mit Sitz in Bern ist offen für Übernahmen innerhalb der Sparte Wireless Solutions, also der kundenspezifischen Kommunikationslösungen. «Priorität hat dabei die Selbstfinanzierung», betonte Cadonau. «Wir streben keine Kapitalerhöhung an.» Gewinn verdreifacht Die Voraussetzungen für eine neue Übernahme seien erfüllt, fand der CEO. Eine Bedingung war für ihn nebst anderen, dass die Ascom «vernünftige Resultate für das Jahr 2009» präsentiert. Tatsächlich verdreifachte sich der Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr von 8,2 Millionen auf 24,4 Millionen Franken. Beim Umsatz profitierte der Telekomzulieferer von der Übernahme des schwedisch-amerikanischen Softwareentwicklers Tems von Ericsson (siehe Kasten). Insgesamt stieg der Umsatz von 509,2 Millionen auf 537,2 Millionen Franken. Erhöht hat sich auch die Anzahl Mitarbeiter: von rund 1900 auf 2200. In Bern sind es etwa 250. Gut aufgestellt für 2010 «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht – restrukturiert und fokussiert», sagte Cadonau. Die drei Sparten Wireless Solutions, Network Testing sowie Security Communication waren 2009 alle profitabel. Auch die Liquidität stimmt. Per Ende 2009 betrugen die flüssigen Mittel 127,7 Millionen Franken, die Eigenkapitalquote erreichte 29,4 Prozent. Um die finanzielle Basis weiter zu stärken, zahlt Ascom keine Dividende aus. Dieses Jahr erhofft sich Cadonau einen Wachstumsschub von der neuen Mobilfunktechnologie LTE. Dazu beitragen dürfte der neue Partner Samsung, der zu den führenden Anbietern von LTE-Geräten gehört. Die Börse reagierte skeptisch: Die Ascom-Aktie schloss um 2,1 Prozent tiefer auf Fr.11.50. Mirjam Comtesse >

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