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Asylbewerberunterkünfte

Die Stadt Thun muss vorläufig keine Asylbewerberunterkünfte bereitstellen. Unterdessen sind in Uetendorf

«Seit Donnerstag sind in Uetendorf 24 Asylbewerber untergebracht, darunter auch zwei Familien», sagte Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP) am Freitag im Thuner Stadtrat. In Uetendorf ist eine von fünf Asylbewerberunterkünften, die der Kanton seit dem 1.Dezember neu eröffnet hat (die anderen sind in Biel, Köniz, Muri und Krauchthal). Gleichzeitig betonte Peter Siegenthaler, dass für Thun im Moment keine Anfrage des Kantons vorliege. «Das Thema ist aber noch nicht definitiv vom Tisch, der Kanton kann den Gemeinden bei Bedarf auch Asylbewerber zuweisen», betonte der Thuner Sicherheits- und Sozialvorsteher. Die SVP-Fraktion des Stadtrats hatte in einem Postulat das Thema aufgebracht. Sie wollte den Gemeinderat verpflichten, dafür zu schauen, dass in der Nähe von Schulen keine Asylbewerberunterkünfte eingerichtet werden. «Wir erachten es als problematisch, wenn Asylbewerber in der Nähe von Schulen untergebracht werden», begründete die SVP ihren Vorstoss. Nicht bei Schulhäusern Dieser Meinung war auch der Gemeinderat. Er hatte deshalb bereits im Juli eine Anfrage des Kantons, der sich für die frühere Truppenunterkunft bei der Schule Allmendingen interessiert hatte, abschlägig beantwortet. «In diesem Fall sind die Voraussetzungen für eine reibungslose Unterbringung nicht gegeben», lautete die Begründung. An der Stadtratssitzung doppelte Siegenthaler nach. Es gebe immer wieder Probleme mit jungen Nordafrikanern. Deshalb wäre es besser, wenn diese Leute in den Bundeszentren blieben. Ähnlich war der Tenor im Stadtrat. Auch SP, Grüne und BDP waren froh, dass der Gemeinderat keine Asylbewerber in der Nähe von Schulhäusern unterbringen will. Doch grundsätzlich müsste die Stadt imstande sein, Unterkünfte anzubieten. «Schliesslich geht es hier letztlich um Hilfe suchende Ausländer», meinte Reto Vannini (BDP). Auch Thomas Hiltpold (Grüne) rief dazu auf, «die Leute würdig unterzubringen». Das Postulat wurde schliesslich mit 36 zu 0 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen.rdh>

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