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Atomenergie: Die BKW warnt vor raschem Ausstieg

Kanton Bern Die BKW erklärte gestern, ein schneller Ausstieg aus der Atomenergie hätte «bedeutende Folgen für die Umwelt». Als Ersatz müsste im grossen Stil aus Kohle und Gas produzierter Strom aus dem Ausland importiert werden.

Man sei bereit, die Konzernstrategie der BKW grundlegend zu prüfen, sagte BKW-Verwaltungsratspräsident Urs Gasche gestern. Ein überstürzter Ausstieg sei aber fehl am Platz, zumal die BKW alles für ein sicheres AKW Mühleberg unternehme. «Wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, wird Mühleberg abgeschaltet», beteuerte Gasche. «Und zwar sofort – ohne Rücksicht auf ökonomische Aspekte.» Gasche und BKW-Chef Kurt Rohrbach gaben zu verstehen, dass sich die BKW einem Atomausstieg nicht grundsätzlich verschliesst. Doch zunächst sei eine «breite gesellschaftliche Diskussion» notwendig. Beide warnten indessen: Würde Mühleberg sofort abgestellt, hätte dies «bedeutende Auswirkungen» auf die Umwelt. Klar sei, dass die 60 Prozent Kernenergie im BKW-Strommix nicht so einfach ersetzt werden könnten. Stromimport in grossem Stil würde unumgänglich: «Im besten Fall kann davon ausgegangen werden, dass wir einen durchschnittlichen EU-Mix beziehen würden, der zur grossen Mehrheit aus fossil produziertem Strom besteht», so Rohrbach. Ein grosser Teil des importierten Stroms dürfte dann aus Deutschland kommen. Dort werden bereits jetzt fast 60 Prozent der Elektrizität aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Erdgas produziert. Der «fossile Anteil» des deutschen Stromes dürfte demnächst noch höher werden.maSeite 15>

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