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Auch Wacker besiegt den Fluch

handballBasel war für Thun an diesem Wochenende ein gutes Pflaster. Nach den Fussballern am Samstag konnten gestern auch die Handballer die Heimreise mit der maximalen Punktzahl antreten.

Noch nie hatte der FC Thun im St.-Jakob-Park zu Basel gewinnen können. Bis am Samstag, bis zum sensationellen 3:1-Erfolg. Zwar waren die Handballer von Wacker Thun in der Vergangenheit stets als Favorit in die Nordwestschweiz gereist, doch gewonnen hatten sie unter Martin Rubin gegen den RTV Basel noch nie. Seit er vor knapp vier Jahren das Traineramt übernommen hatte, resultierten aus vier Spielen ebenso viele Niederlagen. Bis gestern, bis zum hart erkämpften 31:27-Sieg in der Rankhofhalle. Lange Zeit deutete freilich nichts auf den am Ende klaren Auswärtserfolg hin. Basel war der erwartet unangenehme Gegner. «Spielfluss kommt gegen den RTV nie auf», hatte Rubin bereits vor dem Spiel gesagt. «Die Spieler bleiben immer wieder liegen, diskutieren mit dem Schiedsrichter und verlangen bei jeder Gelegenheit, dass gewischt wird.» Früher Goaliewechsel Davon wollte sich Wacker Thun nicht aus dem Konzept bringen lassen. Einfacher gesagt, als getan. Die Thuner liessen sich in der ersten Halbzeit auf viele Diskussionen ein. Selbst Rubin kassierte wegen wiederholten Reklamierens eine gelbe Karte. Zudem funktionierte vor der Pause die Deckung nicht, was dazu führte, dass Goalie Marc Winkler in der Startviertelstunde nur gerade zwei Schüsse parieren konnte. Rubin reagierte. Ab der 16.Minute hütete Andreas Merz das Thuner Tor. Vorerst hatte dieser Wechsel keine Auswirkungen. Zur Pause lag Wacker Thun mit 17:19 im Hintertreffen. Nach der Pause agierten die Thuner in der Verteidigung sicherer, dafür haperte es im Angriff gewaltig. Noch in der 48.Minute lag Basel mit 26:23 in Front, und kurze Zeit später mussten die Thuner auch noch den Ausfall von Borna Franic verkraften, der nach einem Foulspiel sichtlich benommen auf der Bank Platz nehmen musste. Starke Schlussphase Doch das folgende Überzahlspiel nutzten die Oberländer optimal aus und konnten sich im Tor auf Andreas Merz verlassen, der, je länger das Spiel dauerte, desto besser in Form kam. Ihm gelangen in 44 Spielminuten 17 Paraden. Die Folge: Zwei Zeigerumdrehungen später konnte Sandro Badertscher vom Siebenmeterpunkt aus zum 26:26 ausgleichen, weitere zwei Minuten später hatte Wacker erstmals zwei Tore Vorsprung. Die Basler Reaktion blieb aus. «Die Kraft hat nachgelassen, und uns fehlten am Ende die Alternativen», gab Basels Trainer Arno Ehret nach dem Spiel zu Protokoll. Der ehemalige Nationaltrainer gab unumwunden zu: «Wacker Thun ist stärker als wir.» Er fügte aber vielsagend hinzu: «Vor einem Jahr hätten wir dieses Spiel wohl trotzdem gewonnen.» Damit wollte er nicht die Leistung seines Teams schmälern, sondern die Entwicklung des Gegners loben: «Mit Franic haben sie jenen Spieler verpflichtet, der ihnen noch gefehlt hat. Zudem ist das Team gereift. Wenn man einen Lauf hat. dann gewinnt man auch Partien, in denen man nicht optimal spielt.» Den Höhenflug wollen die Oberländer am Mittwoch (19.30 Uhr) fortsetzen. Zum Abschluss der Vorrunde empfangen sie den Tabellenvierten Pfadi Winterthur. Raphael HadornTelegramm/TabelleSeite 25>

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