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aufbauarbeit im Stade de Suisse

Unter Stefan Niedermaier wurde das Stade de Suisse zu einer Berner Institution mit Ausstrahlungskraft. Nicht nur wegen der Young Boys.

Als Neuling im Sportgeschäft übernahm der gelernte Elektromechaniker mit MBA im August 2005 das brandneue Stade de Suisse. Der Start verlief harzig: Die YB-Fans schwelgten in Neufelder Exil und Wankdorf-Nostalgie, die Eröffnung des neuen Stadions erntete harsche Kritik, und auf dem Rasen hatte der Klub wenig Erfolg. Niedermaier und seine hundertköpfige Crew legten sich aber von Beginn weg nicht nur für den Fussball, sondern auch für den Konferenzbetrieb und die Konzertorganisation ins Zeug, um dem Betrieb schwarze Zahlen zu sichern. Zuletzt waren es unter Niedermaiers Ägide über 90000 Konferenzteilnehmer jährlich. Dazu lief Bern mit grossen Konzerten – Bon Jovi, Williams, Springsteen und AC/DC – den Städten Basel und Zürich den Rang ab. Mit schlauen Ideen wie dem legendären Tatzenderby oder dem Auftritt von «The Häberlis» alias Züri West nach einem YB-Spiel versöhnte Niedermaier das Stadion auch mit den Fussballanhängern. Gleichzeitig war der CEO pragmatischer Ansprechpartner der Fanklubs, baute sich innert Kürze in der Bundesstadt von null ein exzellentes Netzwerk auf und konnte, schneller als erwartet, mit YB auch sportliche Erfolge feiern. Dreimal in Folge spielte YB 2008, 2009 und 2010 bis zuletzt um den Meistertitel. «Dass es nicht ganz geklappt hat, fuchst mich bis heute», sagt Niedermaier. Dass er mit diesem Leistungsausweis in Bern innert kürzester Zeit zum Mister YB, zur Galionsfigur der gelb-schwarzen Wiedergeburt wurde, dürfte ihn schliesslich im August 2010 den Job gekostet haben, als er Knall auf Fall entlassen wurde. Wahrscheinlich war dem geltungsbedürftigen YB-Präsidenten Benno Oertig sein hemdsärmlig und selbstbewusst auftretender CEO zu stark geworden. Niedermaier selbst sagt nichts zum Thema, obwohl seine Sicht vermutlich auch angesichts der jüngsten Entwicklungen im Stade de Suisse das eine oder andere erklären könnte. Jetzt wird Niedermaier sein unternehmerisches Talent auf eigene Verantwortung entfalten können. Von SCB-Aktionär Hans Dietrich übernimmt er 60 Prozent der Informatikfirma DV Bern AG, die wenige hundert Meter von den Sportstätten entfernt, direkt an der A6, domiziliert ist. Weitere 40 Prozent übernehmen zu gleichen Teilen der heutige Geschäftsführer Marc Schmid und der Finanzchef Gerhard Meyer, beide langjährige Kader der Firma.hu>

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