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Aus dem Winterschlaf erwacht

Noch liegt tiefer Schnee auf dem Gelände des

«Wir haben über hundert Originalhäuser auf 26 Hektaren Land», erklärt Norbert Schmid, Marketingleiter des Freilichtmuseums Ballenberg in Hofstetten bei Brienz. Brigitte Müller von der Abteilung Wissenschaft gehe mit ihrem Team (zwei bis vier Personen und ein Zivildienstleistender) zurzeit von Haus zu Haus, um die Objekte auf die Saison vorzubereiten. Dazu gehört zum Beispiel, die Innenräume gründlich zu reinigen, die Abdeckfolien von den Fenstern abzuziehen und eingelagerte wertvolle Gegenstände wieder an ihre Plätze in den Häusern zu stellen. Die Gesamtverantwortung für sämtliche Textilien wie Kleider, Trachten und Bettwäsche liegt bei Textilfrau Julia Gruber. Norbert Schmid: «Über Winter werden alle Textilien und Möbel gepflegt, restauriert und eingelagert. Am Eröffnungstag, dem 15.April, ist alles bereit.» Chalet, Trachten, Musik Das Motto der Saison 2010 lautet «Schweizer Tradition – Chalet – Trachten – Volksmusik». Im Chalet Schafroth beim Eingang West Hofstetten wird am Samstag, 8.Mai, die Dauerausstellung «Schweizer Trachten und Volksmusik» offiziell eröffnet (siehe Kasten), die sich der Entwicklung der Trachten, den Festen des 19.Jahrhunderts und der Volksmusik widmet. Von 1991 bis heute war das Chalet Schafroth, das einzige städtische Gebäude Ballenbergs, für Publikum nicht zugänglich. Es beherbergte nahezu zwanzig Jahre lang die Administration, die nun in einen Neubau umzieht. Am 18.April 2010 werden die Trachtengruppe Harzis aus Iseltwald und der Trychlerclub Unterseen unter dem Mattener Max von Allmen die Saison einläuten. «Dann wird es hier ein bisschen Radau geben», sagt Norbert Schmid in sichtlicher Vorfreude auf die neue Saison. 200 Angestellte «Während der Saison wird hier immer etwas laufen. Neu sind Themenwege mit Bezugspunkten oder Flyer in diversen Sprachen zu den Jahresthemen Chalet, Trachten und Volksmusik. Zudem gibt es für Gruppen geführte Rundgänge auf dem Areal», so Norbert Schmid. Rund 200 Personen arbeiten während der Sommersaison im Museum, zumeist langjährige Mitarbeiter in den Bereichen Handwerk, Gastronomie, Tierpflege, Hausbetreuung, Büro und Wissenschaft. «Wir beschäftigen etwa 35 Mitarbeiter als Festangestellte. Von den Saisonmitarbeitern sind viele Studenten oder Pensionierte. Unser Personal ist heterogen, es finden sich Junge und Ältere dabei», so Norbert Schmid. Die Aufgaben sind sehr vielfältig: Von Hausbetreuung über Gartenarbeiten und Handwerkerdemonstrationen bis zu den etwas aus der Mode gekommenen textilen Künsten der Frauen wie etwa Sticken, Weben, Frivolité oder Klöppeln. Die Seidenbandweberei (auch Posamenten genannt) im Baselbiet ab dem 17.Jahrhundert kommt in der neuen Saison wieder zu Ehren in einer eigenen Ausstellung, die das Liestaler Museum Baselland für den Ballenberg eingerichtet hat. Das Interesse an den alten Handwerkstechniken sei gross, so Schmid. Hoffnung auf gute Saison «Letztes Jahr hatten wir 310000 Eintritte, im Jahr davor 270000, und 2007 waren es 260000 Personen», sagt Norbert Schmid zufrieden. Er nehme an, dass wegen der Wirtschaftskrise mehr Schweizer ihre Ferien im Inland verbracht hätten, und hoffe nun auf eine ebenso erfolgreiche Saison. Wochenenden mit 2500 bis 3500 Besuchern seien, je nach Anlass, ganz normal, so Schmid, der zuversichtlich in die Zukunft schaut: «Der Ballenberg ist ein Wirtschaftsfaktor und löst Wertschöpfung aus.» Monika Hartig/aka >

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