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Badi-Abo wirft Wellen

Eine Kundin des Burgdorfer Hallenbades wähnte sich um ihre Abokosten betrogen. Ihre Aufregung war umsonst.

Es roch nach Juristenfutter: «Das Hallenbad Burgdorf wurde wegen Sanierungsarbeiten für neun Monate geschlossen. Ich habe ein Jahresabonnement in diesem Bad. Nun will mir die Direktion des Hallenbades das Abo aber nur für 9 Wochen verlängern beziehungsweise nur den Betrag für 9 Wochen zurückerstatten». Das rege sie «fürchterlich» auf, teilte eine Leserin den Rechtsexperten dieser Zeitung mit. Die Fachleute antworteten ihr, die vorgeschlagene Regelung sei «rechtlich nicht haltbar»: Wenn das Bad eine Zeit lang nicht benutzt werden könne, müsse das Abo entsprechend verlängert oder der Preis anteilsmässig zurückerstattet werden. «Kein Problem» So weit, so für die Hallenbad-Kundin zweifellos hilfreich. Nur: Die Juristen hätte sie gar nicht zu bemühen brauchen. Denn wer sich im Hallenbad erkundigt, wie genau das jetzt laufe mit den vorübergehend unbrauchbaren Abonnementen, erhält zur Antwort, das sei «kein Problem». Betriebsleiter Hanspeter Heiniger sagt, man habe den Kundinnen und Kunden zweimal schriftlich mitgeteilt, dass die Dauerkarten während der Sanierung storniert seien. Als Entschädigung für die Nichtbenutzung des Bades hätten die Inhaber eines All-Inclusive-Abos sogar Anrecht auf eine Gratis-Fitnesswoche pro Monat, in dem nicht gebadet werden kann. Der Ärger der Frau beruhe offensichtlich auf einem Missverständnis, sagt Heiniger. Lange müssen die Burgdorfer Badifreunde sowieso nicht mehr auf dem Trockenen sitzen: Das kleine Schwimmbecken wird im Dezember neu eröffnet. Ab April soll den Badegästen auch das grosse Becken wieder zur Verfügung stehen – unabhängig davon, ob sie ein Abonnement haben oder nicht. jho >

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