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Bärenausstellung im Burehus

Im Burehus in Wattenwil gibts noch bis Sonntag Spezielles zu sehen: Bären und liebevoll arrangierte Antiquitäten verschiedener Künstler aus der Region lassen das Burehus wie eine schön eingerichtete Wohnstube aussehen.

Seit Sonntag findet im Burehus in Wattenwil eine Ausstellung statt. Edith Schönholzer hat dazu Künstler und Kunsthandwerker eingeladen, die Bären gestalten. Am auffälligsten sind die Holzbären von Paul Kohli, die den Besucher bei der Eingangstüre erwarten. Sehr filigran sind die Scherenschnitte von Marie-Louise Nadig. Ausserdem stellen die beiden Bärenmacherinnen Margrith von Fellenberg und Barbara Sulser sowie der Antikschreiner Jürg Reimann aus. Bären in allen Positionen Marie-Louise Nadig aus Aesch ZH kreiert mit Leidenschaft Scherenschnitte. In der Ausstellung in Wattenwil zeigt sie ausschliesslich solche mit Bären, denn diese Tiere sind eines ihrer Lieblingsmotive. Mal purzelt ein Bär herunter, mal begegnet er einem andern Tier, mal werden Bären mit ihren Jungen dargestellt. Immer wieder staunt der Betrachter, wie es gelingt, so viel Bewegung in einen Scherenschnitt zu bringen. Eine Art Gegensatz stellen die Holzbären dar, die Paul Kohli aus Rüschegg Gambach mitgebracht hat. Er arbeitet mit der Motorsäge. «Es ist ganz einfach. Ich säge einfach alles weg, was nicht nach Bär aussieht», meint Kohli und befreit die Bären aus den Holzstämmen. Zwei Preisträgerinnen Mit Margrith von Fellenberg aus Hilterfingen und Barbara Sulser aus Hettlingen stellen zwei Frauen Bären aus, die ihre Geschöpfe auch an internationalen Bärenausstellungen zeigen und dort schon verschiedene Preise gewonnen haben. Zu den Spezialitäten von Margrith von Fellenberg gehören grosse Stehbären, Lavendelbären, die ganz mit Lavendelblüten gestopft wurden, und Bären mit Drehorgeln. Margrith von Fellenberg macht alles selbst. Sie stellt sich zuerst den Bären in ihrer Fantasie vor, dann passt sie das Schnittmuster entsprechend an. Einmal soll der Kopf etwas rundlicher sein, einmal soll der Bär das Maul offen halten. Die Bären werden mit Holzwolle dicht gestopft und dann mit wenig Kleidern oder auch Taschen ausgestattet. Jeder Bär bekommt so seinen ganz eigenen Charakter. Barbara Sulser zeigt mittelgrosse Bären, meistens aus grauem und braunem Material gefertigt. Ihre Bären sind eingekleidet, zum Beispiel wie ein Matrose. Barbara Sulser gestaltet auch mal etwas anderes. An dieser Ausstellung zeigt sie zwei Mäuse hinter einem Brotkorb. Mit antiken Möbeln Die Ausstellungsräume wurden mit Möbeln aus der Werkstatt für antike Möbel von Jürg Reimann aus Wattenwil ausgestattet. Edith Schönholzer, der Besitzerin des Burehus, gelang es, aus den Tischen, Sekretären, Etageren und den kunsthandwerklichen Arbeiten eine Ausstellung zu gestalten, die harmonisch wirkt und den Besuchern das Gefühl vermittelt, sie seien in eine gemütliche, warme Stube eingetreten. «Ich konnte einfach nicht alles gleichzeitig machen», begründet Edith Schönholzer den mehrjährigen Unterbruch, nachdem sie vorher 20 Jahre lang Ausstellungen im Burehus organisiert hatte. Inzwischen hat sie in Thun das Spielzeugmuseum aufgebaut, was viel Zeit und Energie beanspruchte.Margrit Kunz Die Ausstellung «Im Burehus», Mettlengasse 5, Wattenwil, ist am Freitag und Samstag, 22./23.Oktober, von 14 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 24.Oktober, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. >

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