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Bébés sollten abgeschirmt werden

Die Schweinegrippe hat

In der Nacht auf Sonntag starb ein viereinhalb Monate alter Knabe an einer Lungenentzündung, die das H1N1-Virus ausgelöst hatte. Der Säugling war schon längere Zeit krank gewesen und deshalb am Samstag am Wohnort seiner Familie von einem Notarzt behandelt worden, wie der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr in Liestal bekannt gab. Bei der Einweisung ins Universitätskinderspital beider Basel konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Es hatte zuvor in den Armen seines Vaters aufgehört zu atmen. Das Büblein hatte eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, die ihm das Atmen und Schlucken erschwerte. Zusätzlich litt es an einem Herzfehler und vermutlich auch an einer Immunschwäche. Dass der Säugling am H1N1-Virus gestorben war, wurde gestern bekannt, als die Untersuchungsergebnisse vorlagen. «Es ist immer schrecklich» BAG-Direktor Thomas Zeltner spricht der Familie sein Beileid aus. «Es ist immer schrecklich und für eine Familie unfassbar, wenn ein kleines Kind stirbt.» An die Adresse beunruhigter Eltern von Säuglingen sagte Zeltner, dass sie ihre Kinder zurzeit am besten ein wenig vor anderen Leuten abschirmen sollten. Für Säuglinge unter sechs Monaten gebe es nämlich keinen Impfstoff. Er empfehle, die Kleinkinder nicht jeder Tante und jedem Onkel in die Arme zu drücken – vor allem, wenn diese nicht geimpft seien. «Moderate Erkrankung» Der BAG-Direktor rechnet damit, dass die Zahl der an Schweinegrippe Erkrankten auch diese Woche steil ansteigen wird. Detaillierte Zahlen will er heute Donnerstag bekannt geben. Für Zeltner bleibt die Schweinegrippe eine «moderate Erkrankung» – von einer Krise könne man nicht sprechen. Das BAG hat den Kantonen empfohlen, ab Montag alle Interessierten gegen Schweinegrippe zu impfen, soweit Impfstoff vorhanden ist. Risikogruppen haben aber immer noch Vorrang. Am Montag werden 2 Millionen Impfdosen verfügbar sein. Laut einer Mitteilung des Departements des Innern (EDI) sind die Kantone aufgefordert, die Bevölkerung selbst über den Zugang zur Impfung auf ihrem Gebiet zu informieren. Der Kanton Freiburg schafft in Düdingen, in Freiburg und in Bulle drei regionale Impfzentren, um die Arztpraxen zu entlasten. Das Virus A(H1N1) war erstmals im März 2009 in Mexiko aufgetreten. Seither sind weltweit mehr als 6000 Menschen daran gestorben. sda >

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