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Belp vergibt den Sieg leichtfertig

fussballTrotz einer starken ersten Halbzeit und einer 1:0-Führung verliert der FC Belp zum Rückrundenstart in Herzogenbuchsee 1:2. Das Siegtor gelang den Oberaargauern, als sie nur noch mit neun Spielern auf dem Platz standen.

Es ist wieder einmal eine Geschichte, die den Fussball so interessant und speziell macht: Dem FC Herzogenbuchsee gelang beim Rückrundenauftakt gegen Belp das Siegtor in der letzte Minute. Zu einem Zeitpunkt in dem die Oberaargauer nur noch mit neun Spielern auf dem Platz standen. Herzogenbuchsees Trainer Max Rüetschli hatte sein Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft, als Perparim Hoxha und der eingewechselte Furkan Resiti innert kurzer Zeit jeweils wegen einer Verletzung ausfielen. Bereits nach 65 Minuten hatte der Rüetschli jedoch zum dritten Mal ausgewechselt – trotzdem setzte er nach dem 0:1-Rückstand alles auf eine Karte. In der turbulenten Schlussphase schoss dann der zur Pause eingewechselte Büschi den viel umjubelten Siegtreffer für das Heimteam. Tanner verschiesst Penalty Nach 45 Minuten hatte es aber noch überhaupt nicht nach einem Sieg für die Oberaargauer ausgesehen. In der ersten Hälfte dominierte der starke FC Belp die Begegnung. Bereits nach elf Minuten wusste sich Herzogenbuchsee-Torhüter Tariq Plemenic nur mit einem Foul zu helfen. Doch der Schlussmann bügelte seinen Fehler gleich wieder aus und hielt den Elfmeter von Belp-Stürmer Claude Tanner. Neun Minuten vor der Pause erzielte der auffälligste Akteur der Gäste doch noch den längst fälligen Belper-Führungstreffer. Herzogenbuchsee fand zunächst kein Mittel gegen die kompakt stehenden und sehr ballsicher agierenden Gäste. Tanner, der Belper-Captain, hätte das Spiel früh entscheiden können, ja müssen. Doch der Routinier und auch seine Teamkollegen sündigten im Abschluss etliche Male. Erst in der zweiten Halbzeit, als Herzogenbuchsee-Coach Max Rüetschli offensiver agieren liess, kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Mit einem herrlichen Schuss aus 16 Metern traf Dan Gygax mit seinem fünften Saisontreffer zum Ausgleich. Die Buchser erkämpften sich nicht zuletzt dank einer überragenden Leistung von Torwart Plemenic, der etliche Male mirakulös und teils spektakulär rettete, die drei wichtigen Punkte. Glück in der Nachspielzeit Nach Büschis Siegtor hatte das Heimteam auch noch Glück als der eingewechselte Belp-Stürmer Miro Dangubic in der Nachspielzeit zum vermeintlichen Ausgleich köpfte. Selbst Andreas Erni, der kurz vor der Linie gerettet hatte, glaubte nach dem Schlusspfiff, der Ball sei hinter der Linie gewesen. «Ich denke schon dass der Ball wohl drin war und ich erst hinter der Linie klärte», sagte der Mittelfeldspieler zur umstrittenen Szene in der 92. Minute. Dank ein wenig Glück, einer kämpferischen tollen Leistung in der zweiten Hälfte und einem überragenden Torhüter – der nach dem 1:0 mehrmals eine höhere Führung der Gäste verhinderte, gelang dem FC Herzogenbuchsee schliesslich der Sieg. Der FC Belp hingegen verlor ein Spiel, dass er unter diesen Umständen auf keinen Fall hätte verlieren dürfen. «Wir waren zu wenig clever und sind selber schuld an der Niederlage. Wir hätten bereits in der ersten Hälfte den Match entscheiden müssen, und das haben wir verpasst», sagte der Belper Trainer Peter Mast. Auf das nicht gegebene Tor in der Nachspielzeit wollte er nicht eingehen, sondern blickte nach vorne: «Alles hadern nützt nichts, wir müssen wieder aufstehen, so spielen wie in der ersten Halbzeit – und das über 90 Minuten. Dann kehren wir auf die Siegesstrasse zurück», sagte Mast nach der unglücklichen Niederlage. Benjamin Bienz>

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