14 statt 11 Stockwerke

Ittigen

Das geplante Hochhaus in der Papiermühle in Ittigen soll drei Etagen höher werden – falls das Volk zustimmt.

Das Hochhaus, das neben dem Kreisel in der Ittiger Papiermühle entstehen soll, wird länger, breiter und auch höher werden.

Das Hochhaus, das neben dem Kreisel in der Ittiger Papiermühle entstehen soll, wird länger, breiter und auch höher werden.

(Bild: Beat Mathys)

Markus Zahno

Gemeindepräsident Marco Rupp bezeichnet es als «neuen Identifikationspunkt in Ittigen». Und Gemeinderat Philipp Roth schwärmt vom «Musterbeispiel für innere Verdichtung».

Die Rede ist vom Hochhaus, das neben dem Kreisel in der Ittiger Papiermühle entstehen soll. Die Abklärungen sind seit Jahren im Gang. Ursprünglich war auf der Parzelle, die heute als Parkplatz dient, ein 11-geschossiges Haus vorgesehen. Doch nun stehen auch die beiden Nachbarparzellen – das Blumenhaus Bergmann und das Restaurant Thalheim – für eine Überbauung zur Verfügung.

Infolgedessen kann das Hochhaus länger, breiter und auch höher werden. Neu sind 14 Stockwerke mit einer Gesamthöhe von rund 50 Metern vorgesehen. In den unteren Stockwerken sollen Dienstleistungs- und Büroflächen entstehen, in den oberen Etagen Wohnungen.

3,7 Millionen Franken

Bis das Hochhaus gebaut werden kann, stehen aber noch mehrere Hürden im Weg. Am 29. November entscheidet die Ittiger Gemeindeversammlung einerseits über die Umzonung und andererseits über den Verkauf des Parkplatzes, auf dem das Hochhaus zu stehen kommt.

Der Parkplatz gehört der Gemeinde, welche die exakt 1006 Quadratmeter grosse Parzelle zum Verkauf ausgeschrieben hat. Gemäss Verkehrswertschätzung hat die Parzelle einen Wert von rund 2,5 Millionen Franken; die Gemeinde hat nun allerdings einen Käufer gefunden, welcher bereit ist, 3,7 Millionen Franken zu bezahlen. Um wen es sich dabei handelt, wollten die Gemeindebehörden am Dienstag vor den Medien nicht verraten.

Klar ist, dass der gleiche Käufer auch das benachbarte Blumengeschäft und das Restaurant Thalheim übernehmen möchte. Beide gehören der Thalheim Ittigen AG. Deren Verwaltungsratspräsidentin Silvia Friedli gibt den Namen des potenziellen Käufers ebenfalls noch nicht bekannt. «Fragen Sie mich wieder, wenn die Umzonung über die Bühne ist», sagt sie.

«Ortsbildverträglich»

Der Standort in der Papiermühle eigne sich aus mehreren Gründen für die innere Verdichtung, erklärt Gemeinderat Philipp Roth. Er liege direkt an der Bahnlinie, der Mehrverkehr auf der Strasse werde sich also in Grenzen halten. Zudem seien nur wenige andere Grundstücke vom Schattenwurf tangiert. Und schliesslich beurteilt die kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder das 14-stöckige Hochhaus als «ortsbildverträglich».

Sagt die Gemeindeversammlung Ja zur Umzonung und zum Parkplatzverkauf, folgt ein Architekturwettbewerb. Später beginnt das Baubewilligungsverfahren, das – je nach Einsprachen – ebenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Entsprechend wagt Philipp Roth heute keine Prognose, wann das Hochhaus in der Papiermühle bezugsbereit ist.

Berner Zeitung

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