Berner Platte: Eine Premiere und viel Harmonie

Bern

Die Stadt Bern hat mit der Auszeichnung «Bärnchampion» am Donnerstagabend ausgewählte Sportlerinnen und Sportler geehrt.

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Marco Spycher

Am 20. April 2019 war es so weit: Nach den Young Boys holte auch der SC Bern den Meistertitel. Die erste Berner Doppelmeisterschaft seit 1959 – und erst die zweite überhaupt – war Tatsache. Seit diesem Zeitpunkt darf sich Bern auch als Sporthauptstadt bezeichnen. Am Donnerstagabend wurden die beiden Teams anlässlich der Sportlerinnen- und Sportlerehrung der Stadt Bern, «Bärnchampion», mit einer Sonderehrung ausgezeichnet. Je eine Delegation der beiden Mannschaften war anwesend im Bierhübeli – natürlich mit Pokal. Es war das erste Mal seit dem Titelgewinn, dass die beiden Sportclubs gemeinsam aufgetreten sind.

Zwei, die sich bestens kennen, sind die beiden Meistercaptains Steve von Bergen und Simon Moser. Ab und zu verabreden sie sich mit anderen Spielern zum Zmittag. Und beinahe würden sie nun den anderen Pokal in der Hand halten. Denn von Bergen spielte Eishockey, Moser war leidenschaftlicher Fussballspieler. «Aber auf dem Eis hatte ich mehr Talent, deshalb fiel mir die Wahl leicht», sagt der SCB-Stürmer und lacht.

Die Chemie stimmt auch bei den Sportchefs Alex Chatelain und Christoph Spycher. «Vor allem im Sommer, wenn beide auf den Kunstrasenplätze trainieren, laufen wir uns über den Weg und diskutieren über verschiedene Sachen», sagt Chatelain, schaut dabei Spycher an, und beide schmunzeln. Die Delegation von YB wurde durch Torhüter David von Ballmoos und CEO Wanja Greuel vervollständigt, aufseiten des SCB durch Verteidiger Beat Gerber und den operativen Leiter Rolf Bachmann.

Nebst den Sonderehrungen für YB und SCB wurde der «Bärnchampion» in acht Kategorien vergeben. «YB und SCB sind die Spitze der Pyramide, aber für eine Pyramide braucht es immer auch eine Basis», meint Stadtpräsident Alec von Graffenried. Wenn er sich zwischen Fussball und Eishockey entscheiden müsste, würde die Wahl auf Fussball fallen. «Ich kann weder Eishockey spielen noch Schlittschuh laufen. Zudem habe ich selber Fussball gespielt, also habe ich einen näheren Zugang zu dieser Sportart.»

So geht es auch der Gemeinderätin Franziska Teuscher (Grüne). Die Direktorin für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern sei aber noch gar nicht dazugekommen, mit den anwesenden Spielern zu plaudern. «Es sind so viele Leute hier. Es zeigt halt auch die Breite, die wir im Berner Sport haben», sagt Teuscher.

Zum «Bärnchampion» in der Hauptkategorie der Männer wurde Sportkletterer Sascha Lehmann ausgezeichnet, bei den Frauen OL-Läuferin Judith Wyder. Leichtathletin Delia Sclabas gewann in der Kategorie Nachwuchs. Eine Sonderehrung gab es auch für Sprinterin Mujinga Kambundji, die an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha zur Bronzemedaille gesprintet war. Sie war am Donnerstag leider verhindert.

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