Bern

Gedränge in der Aare

BernSchwimmer, Böötler, Surfer – an einem heissen Tag tummeln sich viele Leute in der Aare. Dann kann es schon mal zu Konflikten kommen – so ­etwa letzte Woche, als ein ­Surfer für Aufregung sorgte.

Surfen mit Respekt.

Surfen mit Respekt. Bild: Urs Baumann

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Wenn das Thermometer auf über 30 Grad klettert und die Menschen nach Abkühlung lechzen, herrscht Hochbetrieb auf und in der Aare: Dann treiben schwimmende Menschen neben Gummibooten her, und Brückenspringer stürzen sich ins kühle Nass. Entscheidet sich in einem solchen Moment auch noch ein Bungee­surfer dazu, aufs Brett zu steigen, kann es gefährlich werden. Eine solche Situation spielte sich etwa letzte Woche ab, als die ehemalige SP-Stadträtin Lea Kusano in der Aare schwamm.

«Eigentlich finde ich Aaresurfer ja cool», erzählt die Bernerin, «dieser surfte aber mitten im Fluss.» Auf Twitter fragte Kusano deshalb, ob man es eigentlich daneben finden dürfe, wenn Aaresurfer zwischen einem «Menschenteppich» hindurch surfen.

Ja, darf man, meinten andere Kommentierende – gerade wenn der Sportler die Kontrolle über sein Brett verliert, könne es gefährlich werden. Zu einem Unfall sei es am Donnerstag nicht gekommen, sagt die Polizei auf Anfrage. Auch vermehrte ähnliche Konflikte seien nicht bekannt.

Ein schwarzes Schaf

Normalerweise halten sich die Surfenden an die Vorgaben der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft, weiss Thomas Buckingham, festes Mitglied der Berner Aaresurferszene: «Die Regeln besagen, dass Schwimmer und Böötler Vortritt haben. Daran halten wir uns.» Auch auf andere Weise nehme man Rücksicht auf die weiteren Aarenutzer: So wird eher ausserhalb der Stosszeiten gesurft und vorzugsweise am Rand des Flusses, damit Schwimmer und Böötler gut ausweichen können.

Ausserdem seien die Szenemitglieder gut über die sozialen Medien miteinander vernetzt und würden sich so auch gegenseitig ermahnen, die Verhaltensregeln einzuhalten. Konfrontiert mit dem Erlebnis von Lea Kusano bleibt Buckingham deshalb nur eine Erklärung: «Schwarze Schafe gibt es wohl immer.» Ihm selbst sei der Vorfall aber nicht bekannt gewesen.

Allgemein herrsche in und auf der Aare ein gutes Miteinander, bestätigt auch Jolanda Egger von der Kantonspolizei Bern: «Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die verschiedenen Gruppen sehr rücksichtsvoll miteinander umgehen.» Und dass bei solchen Temperaturen Gedränge in der Aare herrsche, sei normal. (Berner Zeitung)

Erstellt: 27.06.2017, 08:37 Uhr

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