Münsingen

Ob Thriller, Komödie oder Drama – Hauptsache kurz gefilmt

MünsingenDas ­Schlossgut-Areal in Münsingen wird dieses ­Wochenende zur Bühne für ­Filmschaffen aus der ganzen Welt. Vier Leute aus der ­Region or­ganisieren erstmals die Aaretaler Kurzfilmtage.

Die Organisatoren stimmen sich mit Fondue auf die Filmtage ein.

Die Organisatoren stimmen sich mit Fondue auf die Filmtage ein. Bild: Screenshot/zvg

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Susanna Spagnoli, Heinz Malli und Simon von Niederhäusern sitzen im Restaurant Schlossgut Münsingen und gehen nochmals die Pläne fürs kommende Wochenende durch. Am Freitag gehts hier endlich los: Die Aaretaler Kurzfilmtage feiern ihre Premiere. Das Schlossgut-Areal steht während dreier Tage ganz im Zeichen der Kurzfilmkunst.

Vom Emmental ins Aaretal

Die Vorfreude der Organisatoren ist spürbar. Auch wenn es bald ernst gilt: Noch herrscht eine lockere Stimmung. Alle vier Involvierten – Jürg Born, der vierte im Bunde, wird später dazustossen – haben bereits Erfahrungen als Veranstalter gesammelt. Susanna Spagnoli und Simon von Niederhäusern waren im Team, welches seinerzeit die Emmentaler Filmtage im Rüttihubelbad verantwortete. Dort lernten sie Heinz Malli und Jürg Born kennen.

Die beiden sind in Münsingen Altbekannte, wenn es um die Durchführung von Events geht. Als sich für die Emmentaler Filmtage kein neues OK-Team fand, beschlossen die vier in Münsingen und Wichtrach wohnhaften Filmbegeisterten das Festival in ihre Nachbarschaft zu holen.

Eine bunte Auswahl

Trotz all der Erfahrung: Etwas Neues auf die Beine zu stellen, braucht immer viel Zeit. «Es gab mehr zu tun, als wir anfangs dachten», gesteht Heinz Malli. Helfer organisieren (am Festival werden 27 im Einsatz stehen), Sponsoren suchen, einen Filmtrailer drehen (Stichwort: Figugegl) und natürlich: die Filmauswahl. 1200 Kurzfilme schauten sich die vier Organisatoren und eine Gruppe von Helfern an. 88 Filme schafften es schliesslich ins Programm.

Die Augen der drei «Filmfreaks» beginnen zu leuchten, wenn sie von der Filmauswahl erzählen. Drama, Komödie, Thriller, Kunstfilm, Animation: Für jeden Geschmack sei etwas vorhanden. Auch die Länder, in denen die Filme gedreht wurden, sind bunt zusammengewürfelt. «Das einzige Bewertungsmerkmal war für uns die Qualität» sagt Heinz Malli und verrät auch gleich, was für ihn einen guten Kurzfilm ausmacht: «Die Story muss auf den Punkt gebracht werden. Für grosse Einführungen ins Thema bleibt keine Zeit.»

Welcher Film gewinnt?

Die ausgewählten 88 Filme wurden in 22 Blöcke eingeteilt. Jeder Block hat vier Filme und dauert zwischen 45 und 50 Minuten. Jede Stunde wird in den insgesamt sechs Locations auf dem Gelände ein anderer Filmblock gezeigt. «Die Idee ist, dass die Besucher von Ort zu Ort gehen und die Filme anschauen», sagt Susanna Spagnoli. Schlossestrich, Kirchgemeindehaus, Schlosskeller, Spycherkeller, Schaal, Füürwehrmagazin: Überall bietet sich dem Besucher eine andere Kulisse.

Und wie das auch beim Shnit-Festival in Bern der Fall ist: Am Schluss der Filmblöcke dürfen die Zuschauer jeweils ihren Liebling küren. Das geschieht an den Aaretaler Filmtagen noch richtig «Old School». Simon von Niederhäusern zeigt auf die Urne auf dem Fenstersims: «Die haben wir heute noch besorgt», sagt er schmunzelnd.

Welche 3 Filme schliesslich die Gunst des Publikums erobern, darüber wird jetzt schon gewerweisst. «Jeder von uns hat natürlich seine Favoriten», sagt Susanna Spagnoli. Aber ein Film, da sind sich alle Beteiligten einig, sticht ganz besonders heraus. Welcher das genau ist, wollen sie im Vorfeld aber noch nicht sagen. Das werden die Besucher selber herausfinden müssen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.11.2016, 08:14 Uhr

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