Polizei richtet Upload-Portal für Videos ein

Nachdem bei Ausschreitungen rund um die Reitschule am vergangenen Wochenende zehn Einsatzkräfte verletzt wurden, sucht die Kantonspolizei Bern Zeugen. Dazu hat sie ein Upload-Portal eingerichtet.

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Die Aufarbeitung der Gewalt­exzesse vom Wochenende rund um die Schützenmatte ist in vollem Gang. Die Kantonspolizei hat auf ihrer Website ein Upload-Portal eingerichtet, bei dem Zeugen Filme und Videos hochladen können.

Viel Neues konnte die Polizei am Montag jedoch nicht kommunizieren. So ist derzeit unklar, ob die elf vorübergehend festgenommenen Personen mit den Krawallen in Verbindung gebracht werden können. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes verrät die Polizei ebenso wenig, weswegen fünf von ihnen polizeilich ausgeschrieben waren. Ob auch «Krawalltouristen» aus anderen Städten mitmischten, ist noch unklar.

Beim Errichten einer brennenden Barrikade benutzten die Chaoten etwa Container, Holzpaletten und Blumentöpfe. Woher stammten diese? «Wir konnten keine nennenswerten Schäden an unserem Mobiliar feststellen», teilte die Reitschule gestern auf Anfrage mit. Primär leidtragend war offenbar der Verein Platzkultur, welcher die Zwischennutzung auf der Schützenmatte betreibt.

Auf die reflexartige Forderung der städtischen SVP, die Reitschule temporär zu schliessen, hält das autonome Kulturzentrum fest: «Von rechtsbürgerlicher Seite wird die Reitschule für alles Mögliche verantwortlich gemacht. Ganze Politikerkarrieren bauen auf diesem Konstrukt auf.» (mib)

Berner Zeitung

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