Murten

Unabhängige Prüfung der ARA-Planung gefordert

Murten Vertreter der Aktion Sauberer Murtensee und des ARA-Verbands Seeland-Süd haben sich zum Gespräch getroffen. Die Gegner des Ausbaus der Kläranlage Muntelier fordern eine neutrale Untersuchung des Standortes.

Die Kläranlage in Muntelier soll ausgebaut werden.

Die Kläranlage in Muntelier soll ausgebaut werden. Bild: Aldo Ellena/FN

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Der geplante Ausbau der Abwasserreinungsanlage (ARA) Muntelier stösst auf Widerstand: Das Wasserforschungsinstitut der ETH Zürich Eawag soll Standortwahl und Planung unter Einbezug ökologischer Kriterien überprüfen, fordert Peter Halbherr, Vereinspräsident der Aktion Sauberer Murtensee. Zurzeit überprüfe ein spezialisiertes Büro die Planung.

Der ARA-Verband wolle später über das weitere Vorgehen informieren. Die Experten der Eawag sollen die Arbeit des Generalplaners aber nochmals überprüfen, fordert Halbherr. Er begrüsst die Bemühungen des ARA-Verbandes um Transparenz in der Planung und den Einbezug der Öffentlichkeit. Zugeständnisse seien aber keine gemacht worden.

Der ARA-Verband setze auf Muntelier und evaluiere keine weiteren Standorte. An der Gemeindeversammlung in Muntelier vom Mai hätten die Behörden aber darauf hingewiesen, dass die Gründung des Verbandes die Standortwahl nicht vorwegnehme. «Die Bürger wurden falsch informiert», so Halbherr.

Standort Kerzers besser?

Muntelier sei nicht für eine grössere ARA geeignet, so Halbherr. Der Murtensee sei überdüngt und könne nicht noch mehr Nährstoffe aufnehmen – vor allem weil die eingelassene Menge wegen der Aufnahme der Abwässer der Anlage in Kerzers zunehmen wird. Der Verein Sauberer Murtensee ziehe einen anderen Standort vor, zum Beispiel in Kerzers mit Ableitung in die Aare in Kallnach.

Laut Ursula Schneider Schüttel, Präsidentin des Abwasserverbandes Seeland-Süd, wurde der Standort Muntelier bisher als beste Lösung beurteilt. Es sei nun Aufgabe des Verbandes, diesen eingehender zu prüfen. Sie betont, dass mehrere Fachstellen das Projekt während des Bau­bewilligungsverfahrens prüfen werden. (Freiburger Nachrichten)

Erstellt: 28.09.2016, 06:57 Uhr

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