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Abstimmungskomitee fordert Atomausstieg für die Stadt Bern

Die Stadt Bern soll bis spätestens im Jahr 2039 auf Atomstrom verzichten. Das fordert ein breites Komitee aus Parteien, Verbänden und Umweltorganisationen.

Das Atomkraftwerk Mühleberg soll gemäss dem Komitee nicht mehr Strom für die Stadt Bern produzieren dürfen.
Das Atomkraftwerk Mühleberg soll gemäss dem Komitee nicht mehr Strom für die Stadt Bern produzieren dürfen.
Andreas Blatter

Die Stadtberner Stimmbevölkerung kann am 28. November darüber entscheiden.

Mit der rot-grünen Initiative «Energiewende» und dem Gegenvorschlag des Gemeinderats kommen zwei Vorlagen zum Atomausstieg vors Volk. Der Unterschied besteht nur im Zeithorizont. Während die Initiative eine Frist für den Ausstieg aus der Atomenergie von 20 Jahren vorgibt, lasst der Gegenvorschlag hierfür etwas mehr Zeit bis ins Jahr 2039.

«Umstieg auf erneuerbare Energien machbar»

Am Dienstag stellten Vetreter des Abstimmungskomitees, das beide beide Vorlagen befürwortet, ihre Argumente dar. Der Umstieg auf erneuerbare Energien sei technologisch machbar, wirtschaftlich sinnvoll und schaffe neue Arbeitsplätze, sagte etwa Grossrätin Natalie Imboden (Grünes Bündnis).

Es gehe auch darum, radioaktiven Abfall zu vermeiden, den niemand bei sich gelagert haben wolle, führte SP-Grossrätin Flavia Wasserfallen aus. Zudem stellten Atomkraftwerke ein grosses finanzielles Risiko dar.

Ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2030 bringe Vorteile, sagte Peter Stutz, Präsident der Berner Regionalgruppe des Verbands «Nie wieder Atomkraftwerke». Die Initiative bewirke, dass der Stadtberner Energieversorger ewb jährlich 16 statt 11 GWh neue Produktionskapazitäten aufbauen müsste. Das sei machbar.

Komitee kämpft für doppeltes Ja

Das Abstimmungskomitee, dem insgesamt rund 20 Organisationen angehören, ist sich in der generellen Frage des Atomausstiegs einig. Es kämpft deshalb für ein doppeltes Ja an der Abstimmung.

Für den Fall eines Stichentscheids gibt es aber unterschiedliche Ansichten. Er ziehe den Gegenvorschlag vor, damit Energie Wasser Bern (ewb) und die Stadt länger Zeit für den Atomausstieg hätten, sagte etwa EVP-Stadtrat Martin Trachsel. Der Gegenvorschlag stützt sich auf die Strategie der ewb ab.

(SDA)

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