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Adieu, Reine Katharina

Gemäss einer SRF-Sendung ist die selbst ernannte Reine Katharina aus Moosseedorf Ende April im Alter von 52 Jahren in Afrika gestorben. Die Todesursache ist nicht endgültig geklärt.

Diese Geschichte ist aus einem Stoff, der ganz schön nerven kann. Gleichzeitig aber hat sie auch das Zeug, ihr Publikum stets aufs Neue in den Bann zu ziehen. Wen wunderts: Es ist doch immer ­wieder spannend, zu erfahren, wie die selbst ernannte Reine ­Katharina im fernen Afrika mit ihrem Stammesprinzen Marcelin zurechtkommt. Wer etwas anderes behauptet, wird kaum ehrlich zu sich selber sein.

Das Schweizer Fernsehen jedenfalls hat sich diese eigenartige Mischung aus Antipathie und Faszination zunutze gemacht. Seit Jahren zeigt es in schöner Regelmässigkeit die Erlebnisse der arbeitslosen Verkäuferin Katharina Hänni aus Moosseedorf, die auszog, ihre grosse Internetliebe zu heiraten. Ein vorläufig letztes Kapitel hat der Sender am Wochenende aufgeschlagen, wenn auch aus tragischem Anlass: Er berichtete über den plötzlichen Tod der mittlerweile 52-Jährigen Ende April.

Ob die Saga um Reine Katharina damit aber wirklich abgeschlossen ist? Man darf zweifeln. Zu gross bleibt insbesondere das Rätsel darüber, warum sie sterben musste. Während als offizielle Ursache ein Herzinfarkt gilt, kommt im Film eine Bekannte zu Wort, die von einer möglichen Vergiftung berichtet. Ihre Schwä­gerin sei einst in ähnlicher Art von jemandem attackiert worden, habe die Sache glücklicherweise aber überlebt.

Mit Krankheiten hatte Reine Katharina schon früher zu kämpfen. Auch das zeigt der Film, der das umfangreiche Archivmaterial über ihr bewegtes Leben zu einer facettenreichen Rückblende zusammenfügt. Regelmässig musste sie sich der Malaria stellen, mal hatte sie Würmer, mal wurde sie von akuter Blutarmut geplagt. Dazu kamen das ständige Auf und Ab in der Beziehung mit ihrem Prinzen und die mehr oder weniger widrigen Umstände des Lebens in Afrika.

Und schliesslich ist da noch Sky, der 10-jährige Sohn. Allein er gibt Stoff für viele weitere Fortsetzungsteile her. Noch ist nämlich unklar, ob er weiter in Afrika aufwächst oder aber zu Verwandten in die Schweiz übersiedelt. Mit seinem abgelaufenen Schweizer Pass, auch davon berichtet der Film, wird dies allerdings nicht gehen – erste Entscheide sollen noch in diesem Sommer fallen.

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