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Aebersold bleibt bei den Hausbesetzern hart

Das Besetzerkollektiv an der Bahnstrasse in Bern erhält keine zweite Chance. Es gebe keinen Spielraum für eine Einigung, sagt Finanz­direktor Michael Aebersold.

Christoph Hämmann
«Kein Spielraum für eine vertragliche Einigung»: SP-Gemeinderat Michael Aebersold.
«Kein Spielraum für eine vertragliche Einigung»: SP-Gemeinderat Michael Aebersold.
Nicole Philipp

Alles nur ein Missverständnis, findet das Kollektiv Steigi 69, das die städtische Liegenschaft an der Bahnstrasse 69 besetzt, in einem Brief an Gemeinderat Michael Aebersold (SP) und an die Lokalmedien. Als Vertreter eines antiautoritären Lebensentwurfs sei man für gewaltfreie Konfliktlösung durch Kommunikation – dass sich Angestellte von Immobilien Stadt Bern bedroht fühlten, wie Aebersold in ­dieser Zeitung vertrat, müsse deshalb ein Missverständnis sein.

Da dieses nun aus dem Weg geschafft sei, erwarte das Kollektiv «die Weiterführung des begonnenen konstruktiven Dialogs». Was «Diskussionen über Punkte wie Ruhestörung, Feuer im Feuerkorb und selbst gebaute Schattendächer» betreffe, sei man «der Überzeugung», dass solche «eher schnell geführt sind».

Dies alles hatte Aebersold angeführt, um zu begründen, wieso das Kollektiv «eine rote Linie überschritten» habe und die Vor­aussetzung für eine Zwischennutzung bis zum Abriss des Hauses nicht mehr gegeben sei. Das gestrige Schreiben des Kollektivs ändert nichts an dieser Haltung. Die Vorfälle liessen «keinen Spielraum für eine vertragliche Einigung», teilte Aebersold dem Kollektiv am Donnerstag mit. Auch wenn es allenfalls anders gemeint gewesen sei: Seine Mitarbeiter hätten sich bedroht gefühlt, «was ich nicht akzeptiere». Weil sich das Kollektiv «offensichtlich nicht an Regeln» halte, würden sich weitere Verhandlungen «erübrigen».

Er zähle darauf, schliesst ­Aebersold in seiner E-Mail, dass das Ultimatum – heute Freitag in einer Woche, 12 Uhr – eingehalten und das Haus freiwillig ­verlassen werde. In diesem Fall werde die Stadt von einer Strafanzeige absehen.

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