Zum Hauptinhalt springen

Ampeln sollen sich nach Velo-Rhythmus richten

Das Stadtparlament Bern will, dass der Gemeinderat eine grüne Welle und doppelstöckige Parkplätze für Velos prüft.

Ob es künftig doppelstöckige Veloparkplätze um den Bahnhof geben wird?
Ob es künftig doppelstöckige Veloparkplätze um den Bahnhof geben wird?
Urs Baumann

Mit zwei Vorstössen, die gestern im Stadtrat diskutiert wurden, verlangt die GB/JA-Fraktion Verbesserungen für Velofahrerinnen und Velofahrer. Dass das Velofahren in Bern stagniere, während die Nutzung des öffentlichen Verkehrs weiter zunehme, zeige: Bern ist noch keine attraktive Velostadt. Während es etwa in Kopenhagen möglich sei, mit Tempo 20 ohne Stopp durch die ganze Stadt zu fahren, sei es in Bern kaum einmal möglich, mit dem Velo zwei und mehr aufeinanderfolgende Ampeln bei Grün zu erreichen.

Der Gemeinderat solle deshalb prüfen, ob und wo sich in Bern die grüne Welle auf Hauptverkehrsachsen auf einen velotauglichen Rhythmus einstellen lasse, verlangt ein Vorstoss.

Während sich die SVP-Fraktion als einzige gegen den Vorstoss aussprach, findet es die Regierung laut Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) «sinnvoll, zu prüfen, ob sich damit das Potenzial des Veloverkehrs besser ausschöpfen lässt». Mit 46 Ja- gegen 14 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen fand das Anliegen eine deutliche Mehrheit.

«Velofahrer werden immer bequemer»

Noch deutlicher angenommen wurde die Forderung nach doppelstöckigen Veloparkplätzen um den Bahnhof. Auch hier wurde die Kritik aus der SVP-Fraktion nicht erhört. Im unteren Bollwerk habe es immer freie Veloparkplätze, sagte Simon Glauser und schloss daraus: «Velofahrer werden immer bequemer.» Statt Velofahrern mehr Gratisparkplätze zur Verfügung zu stellen, sollten Falschparkierer häufiger gebüsst werden, fand er.

BZ/hae

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch