Zum Hauptinhalt springen

Anti-AKW-Demo verlief friedlich

An die 100 Personen haben am frühen Donnerstagabend in Bern gegen Atomkraft demonstriert. Der kleine Kundgebungszug bewegte sich vom Viktoriaplatz durch die Innenstadt zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz im Monbijouquartier.

Die Demonstration wurde von den Protestcamper organisiert.
Die Demonstration wurde von den Protestcamper organisiert.
Jessica Zuber
Die Polizei beobachtete das Treiben auf dem Viktoriaplatz.
Die Polizei beobachtete das Treiben auf dem Viktoriaplatz.
Jessica Zuber
Die einzige Aktion war das plötzliche loslaufen der Menge kurz vor dem Gebäude des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz.
Die einzige Aktion war das plötzliche loslaufen der Menge kurz vor dem Gebäude des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz.
Jessica Zuber
1 / 10

Wenn das Bundesamt die Bedrohung, die vom Atomkraftwerk Mühleberg ausgeht, ernst nehmen würde, müsste es sich für eine raschestmögliche Abschaltung des Werks einsetzen, schreiben die Organisatoren der Kundgebung in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Vor dem Gebäude des Bundesamtes wiederholten die Demonstrantinnen und Demonstranten ihre Forderung nach einer raschen Abschaltung des Atomkraftwerks Mühleberg. Viele von ihnen schwenkten gelbe Fahnen. Verschiedene Aktivisten verkleideten sich mit weissen Schutzanzügen.

Die Kundgebung verlief friedlich; im Feierabendverkehr der Berner Innenstadt kam es zu kleineren Verkehrsbehinderungen. Die Polizei war vor Ort, hielt sich aber grösstenteils im Hintergrund.

Aufgerufen zur Kundgebung hatten die Veranstalter des Anti-AKW- Camps auf dem Berner Viktoriaplatz. Dort zelten seit mehreren Wochen AKW-Gegner vor dem Hauptsitz des Energiekonzerns BKW auf öffentlichem Grund.

Die Camp-Teilnehmer wollen nach eigenen Angaben vor dem Hauptsitz des Energiekonzerns bleiben, bis dessen AKW Mühleberg abgeschaltet wird. Mit verschiedenen Aktionen, darunter Konzerte und Lesungen, bekräftigen sie ihre Forderungen. Die Aktivisten haben angekündigt, künftig jeden Donnerstag eine Kundgebung zu veranstalten.

Die Stadt Bern hat das Camp bislang toleriert, verhandelt aber mit den Aktivisten über einen Abzug. Der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause schlug den Aktivisten statt des Camps eine Mahnwache vor. Seither bezeichnen die Aktivisten ihr Camp als Mahnwache.

Vorderhand gehen die Gespräche zwischen den Camp-Verantwortlichen und der Stadt weiter.

SDA/mau

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch

Mehr zum thema