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Anti-WEF-Demo verlief friedlich

An der Kundgebung in Bern gegen das World Economic Forum nahmen mehrere Hundert Personen teil. Donald Trumps Besuch am WEF vermochte aber keine Massen zu mobilisieren.

nik
Den roten Atomknopf drückt hoffentlich keiner. Dieses Transparent könnte juristische Folgen haben.
Den roten Atomknopf drückt hoffentlich keiner. Dieses Transparent könnte juristische Folgen haben.
Raphael Moser
Kurz nach 15 Uhr marschierten die Kundgebungsteilnehmer am Samstag (13.1.18) los.
Kurz nach 15 Uhr marschierten die Kundgebungsteilnehmer am Samstag (13.1.18) los.
Raphael Moser
Sie versammelten sich beim Käfigturm, ...
Sie versammelten sich beim Käfigturm, ...
Jürg Spori
...wobei sich die Polizei zurückhielt.
...wobei sich die Polizei zurückhielt.
Jürg Spori
Der Tross bewegte sich durch die Marktgasse...
Der Tross bewegte sich durch die Marktgasse...
Jürg Spori
...in Richtung Zytglogge...
...in Richtung Zytglogge...
Raphael Moser
...und durch die Bundesgasse...
...und durch die Bundesgasse...
Raphael Moser
...am Bundeshaus vorbei.
...am Bundeshaus vorbei.
Dieses wurde von Einsatzkräften der Polizei bewacht.
Dieses wurde von Einsatzkräften der Polizei bewacht.
Durch die Kundgebung kam es zu Verkehrsbehinderungen.
Durch die Kundgebung kam es zu Verkehrsbehinderungen.
Jürg Spori
Der Umzug an der «Front».
Der Umzug an der «Front».
Den Weg zur US-Botschaft hatte die Polizei abgesperrt.
Den Weg zur US-Botschaft hatte die Polizei abgesperrt.
Während des Protestmarsches wurden einige Petarden gezündet. Die Kundgebung verlief aber friedlich.
Während des Protestmarsches wurden einige Petarden gezündet. Die Kundgebung verlief aber friedlich.
Jürg Spori
Der Umzug führte am Bahnhof vorbei zur Schützenmatte, wo sich die Kundgebung nach rund einer Stunde auflöste.
Der Umzug führte am Bahnhof vorbei zur Schützenmatte, wo sich die Kundgebung nach rund einer Stunde auflöste.
Raphael Moser
Am Rande der Kundgebung führte die Polizei...
Am Rande der Kundgebung führte die Polizei...
Raphael Moser
...mehrere Personenkontrollen durch.
...mehrere Personenkontrollen durch.
Raphael Moser
Weil Busse und Trams vorübergehend nicht fuhren, wurde die Marktgasse zur reinen Fussgängerzone.
Weil Busse und Trams vorübergehend nicht fuhren, wurde die Marktgasse zur reinen Fussgängerzone.
Stefan Schnyder
Der Start der Kundgebung war auf 15 Uhr angesetzt, schon vorher bezog die Polizei Stellung – etwa vor dem Bundeshaus.
Der Start der Kundgebung war auf 15 Uhr angesetzt, schon vorher bezog die Polizei Stellung – etwa vor dem Bundeshaus.
pkb/Twitter
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Die Anti-WEF-Kundgebung fand am Samstagnachmittag wie angekündigt statt. Die Polizei hielt sich im Hintergrund und liess den Protestmarsch durch die Berner Innenstadt geschehen. Kurz nach 15 Uhr setzte sich ein rund 200-köpfiger Tross vom Käfigturm her durch die Marktgasse in Richtung Bärenpark lautstark in Bewegung.

Dem Umzug schlossen sich auch Passanten an, darunter auch ältere Personen und Familien. Zuletzt dürften rund 500 bis 1000 Personen mitmarschiert sein. Damit nahmen zwar mehr Menschen als in vergangenen Jahren an der wie stets unbewilligten Berner Anti-WEF-Demo teil, allerdings vermochte auch der Besuch des US-Präsidenten Donald Trump am WEF keine Menschenmassen auf die Strassen zu locken.

Video: Tamedia/SDA

Die Kundgebung verlief friedlich und sorgte in der Innenstadt lediglich für grössere Verkehrsbehinderungen. Die meisten Bernerinnen und Berner liessen sich bei ihrem samstäglichen Bummel durch die Innenstadt von der Kundgebung indes nicht beirren. Mittlerweile verkehren die Busse und Trams von Bernmobil wieder weitgehend nach Fahrplan.

Nach einer Schlaufe im Bereich Zytgloggeturm machten sich die Demo-Teilnehmer am Bundeshaus vorbei auf in Richtung US-Botschaft. Der Zugang dorthin wurde von Einsatzkräften aber abgeriegelt. Daher zog der Tross durch den Hirschengraben zur Schützenmatte, wo sich die Kundgebung um 16.3o Uhr auflöste.

Zur Demo aufgerufen hatte unter anderem die Revolutionäre Jugendgruppe Bern, welche ihrerseits auf Facebook und Twitter von 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprach:

Am Rande der Kundgebung führte die Polizei zahlreiche Personenkontrollen durch. Verhaftungen gab es gemäss der Kantonspolizei Bern aber keine.

«Kill-Trump»-Transparent

An der Demo wurden zahlreiche kapitalismuskritische Transparente mitgeführt. Auch ein Plakat mit der Aufschrift «Kill Trump with his own weapons» (Tötet Trump mit seinen eigenen Waffen) war an vorderster Front zu sehen.

Ein gleiches Plakat, allerdings gegen den türkischen Präsidenten Erdogan gerichtet, hatte im vergangenen Frühjahr zu Verstimmungen zwischen der Türkei und der Schweiz gesorgt. Den anonymen Urhebern des Plakats bescherte das diplomatische Intermezzo internationale Aufmerksamkeit.

Länder und Konzerne als Mittäter

Inhaltlich richtete sich die Kundgebung gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos und gegen den Kapitalismus.

Das Weltwirtschaftsforum versuche, sich als Plattform für konstruktive Lösungen globaler Probleme darzustellen. Es sei und bleibe jedoch ein Treffen für die Diskussion einer neoliberalen Agenda, kritisierten die Veranstalter der Kundgebung.

Während Menschen durch Landraub oder Umweltzerstörung zur Flucht gezwungen würden, sässen Unternehmen, Institutionen und Staaten, die damit Gewinne erzielten, gemeinsam in Davos. Die Reichtümer der wohlhabenden Länder würden abgeschottet, um Flüchtlinge fernzuhalten. Und Kriege würden mit grossem Einsatz vorangetrieben.

(SDA)

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