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Ascom findet Lösung für ihr Berufsbildungszentrum

Die Ascom verkauft das von ihr gegründete Berufsbildungscenter an das Management. Für die Lehrlinge ändert sich nichts.

Für die Ascom-Lehrlinge ändert sich nichts.
Für die Ascom-Lehrlinge ändert sich nichts.
Andreas Blatter

Das Berner Traditionsunternehmen Ascom hat Anfang Juli sein letztes operatives Standbein in der Hauptstadt verkauft – das Geschäft mit ziviler Sicherheitstechnik. Nun hat das Technologieunternehmen auch noch die Pendenz Lehrlingswesen erledigt, wie es gestern mitteilte.

Das Berufsbildungscenter der Ascom mit Sitz in Bümpliz gehört seit Jahren zu den wichtigsten Institutionen im Berner Lehrlingswesen. Die Ascom hat sich nun entschieden, dieses an das Management zu verkaufen. Der bisherige Geschäftsführer Matthias Stalder und sein Stellvertreter Patrick Aebi haben das Berufsbildungscenter per Anfang Oktober gekauft.

Für die Lehrlinge ändert sich nichts. Die 15 Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt. Die Ascom wird von den Standorten Solothurn und Mägenwil aus weiterhin ihre Auszubildenden ins Berufsbildungscenter in Bern schicken. Heute hat die Ascom noch 10 Lehrlinge angestellt. Auch alle anderen Lehrlinge, welche bei einer der 100 Partnerfirmen unter Vertrag stehen, können wie geplant ihre Kurse im Ausbildungscenter besuchen. 200 Lehrlinge beginnen jährlich im Center die Ausbildung.

Zuerst Grundausbildung

Das Ausbildungscenter bietet Kurse für angehende Informatiker und Elektroniker an. Neuerdings bildet es auch Mediamatiker aus. Dabei handelt es sich um eine neue Lehre, deren Absolventen zu «technisch versierten und grafisch geschulten» Kommunikationsfachleuten ausgebildet werden.

Da die Arbeit in diesen Berufen ein hohes Grundwissen voraussetzt, absolvieren die Lehrlinge zu Beginn ihrer Lehre während 10 bis 18 Monaten eine Grundausbildung. Parallel dazu besuchen sie an zwei Tagen pro Woche die Berufsschule. Danach wechseln sie in ihre Lehrbetriebe, wo sie bei der betrieblichen Tätigkeit eingesetzt werden.

Ein zweites Standbein des Centers sind Blockkurse, welche die Lehrlinge im zweiten, dritten oder vierten Lehrjahr besuchen. Die dritte Dienstleistung, die das Berufsbildungscenter erbringt, ist die Werbung für die drei Berufe, auf welche die Institution spezialisiert ist.

Optimistische neue Besitzer

Der neue Mitinhaber der ICT Berufsbildungscenter AG, Matthias Stalder, ist optimistisch, dass das Berufsbildungscenter auch als selbstständiges Unternehmen weiterbestehen kann. «Das Berufsbildungscenter ist bereits heute selbsttragend. Die Partnerfirmen, deren Lehrlinge wir ausbilden, bezahlen uns für diese Dienstleistung eine Entschädigung», erklärt Stalder das Geschäftsmodell. Dank der Zahl von 100 Partnerfirmen sei die Kundenbasis breit abgestützt.

Berner Zeitung/sny

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