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Asylheim: Warten auf Entscheid

Nach der grossen Aufregung um das geplante Asylzentrum ist im Dorf wieder Ruhe eingekehrt. Die Gegner des Vorhabens warten auf den Entscheid des Regierungsstatthalteramtes.

Simone Lippuner
Gemeindepräsident Niklaus Marti beim Eingang zur Zivilschutzanlage in Grossaffoltern.
Gemeindepräsident Niklaus Marti beim Eingang zur Zivilschutzanlage in Grossaffoltern.
Andreas Blatter

Der Entscheid des Gemeinde­rates sorgte Ende des letzten Jahres für rote Köpfe: In Grossaffoltern sollen künftig Asylsuchende untergebracht werden. Der Gemeinderat will dem Kanton ab diesem Sommer die Zivilschutzanlage als Notunterkunft zur Verfügung stellen. Prompt reagierten die Gegner – mehrere Familienväter schlossen sich zur ­Interessengemeinschaft (IG) Schulareal Grossaffoltern zusammen. Sie lancierten eine Petition gegen das Vorhaben und reichten beim Regierungsstatthalteramt zwei Beschwerden ein.

Rechnete man ursprünglich im Januar noch mit einem Entscheid über das weitere Vorgehen, scheint die Bewegung nun etwas ins Stocken geraten zu sein. «Wir warten immer noch auf den Bericht der Regierungsstatthalterin», sagt IG-Mitglied Andreas Lysser. Derweil sammle man im Dorf weiter Unterschriften für die Petition – wie viele bisher auf der Liste stehen, will Lysser nicht verraten. Wenig euphorisch meint er: «Wir könnten die Sache sicherlich etwas gezielter und ­koordinierter angehen.» Was eher danach tönt, als sei die Luft etwas raus.

Unsichere Gegnerschaft

Regierungsstatthalterin Franziska Steck stellt einen Entscheid noch im Laufe des Februars in Aussicht. Die Gemeinde Grossaffoltern hat ihre Stellungnahme bereits eingereicht: Sie hält an ihrem Entscheid fest, die Zivilschutzanlage als Asylzentrum zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich sei das Ganze ein wenig «eingeschlafen», sagt Gemeindepräsident Niklaus Marti (BDP): «Aktuell ist das Asylzentrum kein Thema mehr im Dorf. Das kann sich aber schnell wieder ändern.»

Die IG warte gespannt auf den Entscheid der Regierungsstatthalterin, sagt Andreas Lysser. Werden die Beschwerden abgewiesen, werde die IG das weitere Vorgehen besprechen. «Die Petition werden wir aber ganz sicher einreichen.»

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