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Aufräumen nach Autorennen: Unterricht oder Kinderarbeit?

Eine Grossrätin will wissen, ob die Putzaktion von Schülern am Gurnigel ein Fall von Kinderarbeit darstellt. Veranstalter und Schulleitung haben dafür kein Verständnis.

Einsatz im Grünen: Schülerinnen und Schüler aus Riggisberg sammeln den Abfall neben der Rennstrecke ein.
Einsatz im Grünen: Schülerinnen und Schüler aus Riggisberg sammeln den Abfall neben der Rennstrecke ein.
Christian Pfander

Kinderarbeit nach dem Gurnigel-Rennen? So lautet der Titel einer Interpellation von Maria E.Iannino Gerber (Grüne). Die Grossrätin stellt darin dem Berner Regierungsrat die Frage, ob es sich beim Putzeinsatz nach dem Bergrennen um Kinderarbeit gehandelt hat.

Zwei Schulklassen hatten am Montag die Wiesen neben der Rennstrecke gereinigt. Iannino will nun von der Kantonsregierung wissen, ob ein solcher Einsatz von Schulkindern überhaupt rechtmässig ist. Die Grossrätin stösst sich daran, dass ein kommerzieller Veranstalter «seinen Dreck nicht selber wegräumt», wie sie schreibt. Die Kinder, sagte sie auf Anfrage, kämen ihr ausgenützt vor. Zugleich stellte sie klar, dass sie grundsätzlich keine Freundin solcher Rennen sei. Dass Schülerinnen und Schüler in mancher Gemeinde bei Arbeiten wie Papiersammeln eingesetzt würden, sei ihr bewusst. Doch handle es sich dabei um Jugendliche der Oberstufe. Die Kinder von Riggisberg seien jünger gewesen.

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