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«Baby und Strasse – das geht nicht»

Seit letztem Jahr lebt die junge Bernerin Laura in Hamburg auf der Strasse, übernachtet mal da, mal dort. Nun ist sie schwanger – und will für die Geburt nach Bern zurückkommen. Denn in Deutschland würde ihr das Jugendamt das Kind wohl wegnehmen.

Laura mit Ronny, dem Vater des gemeinsamen Kindes. Ein Paar sind sie nicht mehr. Aber sie rechnet fest mit seiner Unterstützung.
Laura mit Ronny, dem Vater des gemeinsamen Kindes. Ein Paar sind sie nicht mehr. Aber sie rechnet fest mit seiner Unterstützung.
zvg

Laura* macht die Augen weit auf. Die Pupillen ziehen sich zusammen wie zwei Ballons, aus denen rasch die Luft entweicht. Wenn Laura von ihrer Zukunft spricht, merkt man, dass sie die Energie eines 19-jährigen Mädchens hat. Die Bernerin möchte ihr Leben wieder selbst in den Griff bekommen, will nicht, dass es sie umgekehrt im Griff hält wie ein Ringer seinen Gegner. Jetzt, wo sie im sechsten Monat schwanger ist, wächst in ihr so etwas wie Verantwortungsbewusstsein. Sie will ein Nest bauen für ihren Nachwuchs, will geordnete Verhältnisse statt Anarchie der Gosse.

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