Baustart für Baumhaus

Köniz

Lange blieb es still um das Arborea-Bauprojekt beim Feuerwehrmagazin. Im Mai soll nun Baustart für das Mehrfamilienhaus sein, dessen Fassade an die Verästelungen von Bäumen erinnert.

Noch gibts Arborea nur als Modellbild. Ab Mai wird das Gebäude in Köniz gebaut.

Noch gibts Arborea nur als Modellbild. Ab Mai wird das Gebäude in Köniz gebaut.

(Bild: zvg)

Lucia Probst

Ab Mai soll beim Könizer Feuerwehrmagazin ein neues Mehrfamilienhaus mit 21 Wohnungen entstehen. Bauherrin ist die Pensionskasse der Raiffeisenbank. Arborea heisst das Gebäude. Der Name ist Programm: Die Fassade wird mit Säulen bestückt sein, die an Baumstämme und ihre Verästelungen erinnern. Entworfen hat den Bau Architekt Peter Schürch vom Berner Büro Halle 58. Schürch gewann damit Anfang 2011 einen Architekturwettbewerb der Gemeinde. Seither blieb es still um das Projekt, dessen Baustart für 2012 vorgesehen war.

Man habe das Projekt lange für die gemeindeeigene Pensionskasse reserviert, begründet Gemeinderat Urs Wilk (FDP) die Verzögerung. Diese winkte aber ab. Wegen der «speziellen Bauweise» hätten die Ertragserwartungen nicht erfüllt werden können, schreibt sie im Geschäftsbericht 2013. «Nach der Absage zweifelte ich, ob wir überhaupt einen Investor finden», sagt Wilk. Das Projekt hebe sich von vielen andern ab, sei dadurch aber nicht leicht zu vermarkten gewesen.

Die Raiffeisen-Pensionskasse macht sich über die Rendite keine Sorgen. «Das Projekt entspricht unseren Vorstellungen» sagt Beat Mäusli, Leiter Immobilien. Man tätige keine Liebhaberinvestition. «Wir finden, das Gebäude hat Potenzial. Es gibt auch Leute, die gerne etwas spezieller wohnen und bereit sind, dafür etwas mehr zu bezahlen.» Ein Luxusbau solle es aber nicht werden: Geplant sind 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen, 4 Zimmer sollen dabei laut Mäusli circa 2100 bis 2800 Franken kosten. Rund 9 Millionen Franken investiert Raiffeisen ins Gebäude, das Mitte 2016 fertig sein soll. «Die Mieter werden wohl vor allem Leute sein, die Freude an ökologischen Holzbauten haben», sagt Mäusli.

Einheimische Materialien

Die Natur stand Architekt Peter Schürch nicht nur für die Fassade Pate. «Es ist mir wichtig, mit Respekt vor Natur und Menschen zu bauen», erklärt er. Das Holzgebäude mit Betonhülle werde strikte aus einheimischen Materialien erstellt. «Diese Echtheit bietet auch eine sinnliche Erfahrung.» Energetisch wird das Haus den Minergie-P-eco-Standard erfüllen und mit Solaranlagen ausgestattet sein. «Wir bauen nicht billig, aber kostengünstig», findet Schürch, der auch die autofreie Siedlung Oberfeld in Ostermundigen gestaltet hat. Für Arborea habe es etwas Ausdauer gebraucht. «Doch jetzt haben wir einen Investor, der uns begeistert unterstützt.»

Berner Zeitung

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