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Bereits 1000 Unterschriften für den Aareweg

Die Petitionäre sammeln fleissig Unterschriften für den heutigen Aareweg zum Muribad. Am Sonntag taten sie dies vor Ort – mit grossen Echo.

«Der Aareweg gehört seit mehr als 60 Jahren zu unserem Erholungsraum.» Und dieser, das macht Margret Wasserfallen aus Bern ohne Wenn und Aber klar, sollte in seiner Art nach Möglichkeit weiter bestehen: Es sei doch fatal, ereifert sich die 68-jährige Witwe von Gemeinde- und Nationalrat Kurt Wasserfallen, dass der neue Weg in ein völlig unberührtes Gebiet verleg werden solle. Passiere das, entstehe dort mit grosser Wahrscheinlichkeit eine neue Landschaft mit flachen Kiesbänken, die zu lauten Partynächten gleichsam einlade. «Das wollen wir nicht.»
«Der Aareweg gehört seit mehr als 60 Jahren zu unserem Erholungsraum.» Und dieser, das macht Margret Wasserfallen aus Bern ohne Wenn und Aber klar, sollte in seiner Art nach Möglichkeit weiter bestehen: Es sei doch fatal, ereifert sich die 68-jährige Witwe von Gemeinde- und Nationalrat Kurt Wasserfallen, dass der neue Weg in ein völlig unberührtes Gebiet verleg werden solle. Passiere das, entstehe dort mit grosser Wahrscheinlichkeit eine neue Landschaft mit flachen Kiesbänken, die zu lauten Partynächten gleichsam einlade. «Das wollen wir nicht.»
Iris Andermatt
«Der Aareweg ist für mich lebensnotwendig.» Beat Odermatt aus Bern kennt die Landschaft rund ums Muribad von klein auf. Er sei schon als Kind hier unterwegs gewesen, blickt der 54-Jährige zurück. Mit den eigenen Kindern hielt er es gleich, «wir kamen regelmässig her, um zu spielen, ein Feuer zu machen und zu bräteln». Dass Gemeinde und Kanton den Weg noch weiter ins Naturschutzgebiet hinein verlegen wollen, geht ihm einfach nicht in den Kopf: «Es sollte doch eine Lösung geben, dass der Weg im heutigen Verlauf erhalten bleibt.»
«Der Aareweg ist für mich lebensnotwendig.» Beat Odermatt aus Bern kennt die Landschaft rund ums Muribad von klein auf. Er sei schon als Kind hier unterwegs gewesen, blickt der 54-Jährige zurück. Mit den eigenen Kindern hielt er es gleich, «wir kamen regelmässig her, um zu spielen, ein Feuer zu machen und zu bräteln». Dass Gemeinde und Kanton den Weg noch weiter ins Naturschutzgebiet hinein verlegen wollen, geht ihm einfach nicht in den Kopf: «Es sollte doch eine Lösung geben, dass der Weg im heutigen Verlauf erhalten bleibt.»
Iris Andermatt
«Der Aareweg ist meine tägliche Freude.» Annemarie Blaser aus Muri muss die Antwort auf die Frage, wieso sie die Petition unterschrieben habe, nicht lange suchen. Sie liebe die vielfältige Natur mit all ihren Pflanzen und Tieren, sagt sie, schätze es auch, einfach am Ufer zu stehen und dem vorbeiziehenden Wasser zuzuschauen. Die 84-Jährige lässt es deshalb nicht bei ihrer Unterschrift allein bewenden. Flugs hat sie den Unterschriftenbogen kopiert und reicht ihn nun selber zum Unterschreiben herum: «Ich bin eifrig am Sammeln.»
«Der Aareweg ist meine tägliche Freude.» Annemarie Blaser aus Muri muss die Antwort auf die Frage, wieso sie die Petition unterschrieben habe, nicht lange suchen. Sie liebe die vielfältige Natur mit all ihren Pflanzen und Tieren, sagt sie, schätze es auch, einfach am Ufer zu stehen und dem vorbeiziehenden Wasser zuzuschauen. Die 84-Jährige lässt es deshalb nicht bei ihrer Unterschrift allein bewenden. Flugs hat sie den Unterschriftenbogen kopiert und reicht ihn nun selber zum Unterschreiben herum: «Ich bin eifrig am Sammeln.»
Iris Andermatt
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538 Unterschriften. Die Petition, die den heutigen Aareweg vom Parkplatz Wehrliau zum Muribad erhalten will, hat allein am Sonntag massive Unterstützung erfahren. Den ganzen Tag standen Anwohner Georg von Erlach und seine Mitkämpfer mit Unterschriftenbögen vor Ort, sprachen Leute an und baten sie um Unterstützung.

Die meisten griffen, ohne zu zögern, zum Stift – aus welchen Gründen, erklärten fünf von ihnen (Bildstrecke oben). Das Anliegen werde nun von über 1000 Leuten getragen, zog von Erlach am Abend nach sieben Sammeltagen Bilanz. Die Aktion läuft noch eine Woche.

Die Petition richtet sich an den Gemeinderat von Muri. Dieser war sich bis vor kurzem seiner Sache sicher: Weil sich die Aare viel, viel rascher als angenommen ins frisch sanierte Ufer frisst, war er mit dem Kanton übereingekommen, den Weg an den Fuss des dahinterliegenden Hangs zu verlegen. Das Wasser könnte dann den heutigen Weg durchbrechen, in die dahinterliegende Gonzenbachgiesse fliessen – und diese, so hoffen die Naturschützer, in eine vitale Auenlandschaft verwandeln.

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