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Bern und die Aktie der Lenker Badi

Ab dem Jahr 2015 will die Stadt jährlich 20 Millionen Franken sparen. Unter anderem sollen die Beteiligungen überprüft werden.

Er präsentiert sein erstes Budget: Alexandre Schmidt (FDP), der Stadtberner Finanzdirektor, hat die Finanzen vorerst im Griff.
Er präsentiert sein erstes Budget: Alexandre Schmidt (FDP), der Stadtberner Finanzdirektor, hat die Finanzen vorerst im Griff.
Urs Baumann
Anzahl Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Anzahl Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
BZ/Grafik
Transfersaldo Stadt/Kanton (in Millionen Franken).
Transfersaldo Stadt/Kanton (in Millionen Franken).
BZ/Grafik
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Das Sparpaket heisst «HH14». HH steht für Haushalt, die 14 dafür, dass es bereits die 14. solche Massnahme der Stadt ist.

Ab dem Jahr 2015 will die Stadt Bern jährlich wiederkehrend 20 Millionen Franken einsparen. Dies geschieht mit Blick auf die düsteren Kennzahlen im Finanzplan 2014–2017. In diesem geht die Stadt für die Jahre 2015–2017 von jährlichen Defiziten in Höhe von 22,8 bis 27,3 Millionen Franken aus. Diese Entwicklung will die Stadt mit den Sparmassnahmen verhindern. Finanzdirektor Alexandre Schmidt spricht von «strukturellen Budgetverbesserungen». Sie sollen, betont Schmidt, ohne externe Dienste erarbeitet werden – auch dies sei eine Sparmassnahme. Das Sparpaket umfasst sechs Bereiche:

Investitionen: Dabei geht es ums Verzichten und ums Priorisieren. Die Stadt will bei Investitionen zudem vermehrt Alternativen prüfen – etwa im Bereich Public Private Partnership, bei dem sich Private an der Finanzierung beteiligen.

Beteiligungen: Die Stadt ist an 39 Aktiengesellschaften und Stiftungen beteiligt. «Wir müssen uns fragen, ob es Sinn macht, diese Beteiligungen alle aufrechtzuerhalten», sagt Schmidt. Er erwähnt, dass die Stadt unter anderem eine Aktie des Hallenbads an der Lenk halte – und niemand wisse, weshalb. Natürlich geht es dabei nicht um einen riesigen Betrag. Stärker ins Gewicht fällt die Beteiligung an der Gurtenbahn. Sie ist zu drei Vierteln im Besitz der Stadt, fährt aber auf Könizer Boden. «Das ist zumindest zu überprüfen», findet Schmidt.

Leistungsverträge: Die Stadt will die Beiträge und Leistungsverträge überprüfen. Dazu gehören auch Aufgaben, welche die Stadt für Dritte erfüllt.

Verwaltungskultur: Die Situation kenne ja jeder, sagt Schmidt. In Büros würden sich gewisse Mödeli etablieren und nicht mehr hinterfragt. Dabei gäbe es hier sicher auch Sparpotenzial. Gewohnheiten und Eigenheiten bei den Arbeitsabläufen in der Verwaltung sollen genauer anschaut und hinterfragt werden.

Direktionsübergreifende Massnahmen: Diesen Punkt bezeichnet Schmidt als «spannend». Es geht um Zusammenarbeiten zwischen den Direktionen, etwa bei der Informatik oder beim Einkauf.

Massnahmen der Direktionen: Hier soll jede Abteilung Vorschläge machen. Schmidt sieht die Stadt an einer Weggabelung: Gelinge es nicht, die 20 Millionen zu sparen, setze die Stadt aufs Prinzip Hoffnung. Würden es 20 Millionen Franken pro Jahr, sei es ein Treten an Ort. Wenn es gelinge, mehr als 20 Millionen herauszuholen, schlage Bern den Weg der Besserung ein.

BZ/wrs

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