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Berner Grüne sagen Verkehrssanierungen den Kampf an

Die Berner Grünen haben am Dienstagabend ihren Widerstand gegen die beiden Kredite für die Verkehrssanierungen im Emmental und im Oberaargau bekräftigt.

Eine spontane Umarmung nach dem Ja zum Emmentaler Projekt: Regierungsrätin Barbara Egger (SP, rechts) mit der Burgdorfer Stadtpräsidentin und Grossrätin Elisabeth Zäch (SP).
Eine spontane Umarmung nach dem Ja zum Emmentaler Projekt: Regierungsrätin Barbara Egger (SP, rechts) mit der Burgdorfer Stadtpräsidentin und Grossrätin Elisabeth Zäch (SP).
Andreas Blatter
Die Mitwirkungen zu den Verkehrssanierungsprojekten im Emmental und Oberaargau ist vorbei: Am 31.3.2016 präsentierte der Kanton Bern seine favorisierten Varianten: Im Oberaargau soll die enge Ortsdurchfahrt von Aarwangen mit dem Bau einer Umfahrung entlastet werden. Wird die Grafik bei Ihnen zu klein angezeigt? Im Artikel können Sie die Grafik vergrössern.
Die Mitwirkungen zu den Verkehrssanierungsprojekten im Emmental und Oberaargau ist vorbei: Am 31.3.2016 präsentierte der Kanton Bern seine favorisierten Varianten: Im Oberaargau soll die enge Ortsdurchfahrt von Aarwangen mit dem Bau einer Umfahrung entlastet werden. Wird die Grafik bei Ihnen zu klein angezeigt? Im Artikel können Sie die Grafik vergrössern.
Kanton Bern/zvg
Die Umfahrungsstrasse bräuchte Platz. Diese Wohn- und Gewächshäuser auf der rechten Seite der Gleise müssten weichen. Im Bauernhaus direkt am Bahndamm (links vom weissen Haus) lebt das Ehepaar Burkhalter, das nicht wegziehen will.
Die Umfahrungsstrasse bräuchte Platz. Diese Wohn- und Gewächshäuser auf der rechten Seite der Gleise müssten weichen. Im Bauernhaus direkt am Bahndamm (links vom weissen Haus) lebt das Ehepaar Burkhalter, das nicht wegziehen will.
Thomas Peter
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Die Strassenprojekte von rund 560 Millionen Franken führen ihrer Meinung nach zu Umweltzerstörung, Mehrverkehr, Zersiedelung und Kulturlandverlust.

An ihrer Delegiertenversammlung verabschiedeten die Grüne eine entsprechende Resolution und erteilten dem Parteivorstand die Kompetenz das Referendum gegen die Kreditanträge zu ergreifen, sollte das Berner Kantonsparlament auf den vorgeschlagenen Umfahrungsvarianten beharren.

Zu teuer

Die Kantonalpartei ist der Ansicht, dass sich der Kanton Bern die teuren Umfahrungsstrassen nicht leisten kann, zumal die vom Bund in Aussicht gestellten Beiträge klein und unsicher seien, wie die Grünen in einer Mitteilung vom Dienstagabend schreiben.

Auch bei langfristiger Umsetzung werde der Bau der Strassen dazu führen, dass für wichtige Investitionen in Bildung oder Regional- und Nahverkehr nicht genügend Geld vorhanden sein werde. Günstigere und sinnvollere Verkehrsalternativen sind nach Ansicht der Grünen vorhanden.

Die Berner Kantonalpartei feierte am Dienstag auch ihr zehnjähriges Jubiläum. In den Vorstand wählten die Delegierten Simon Röthlisberger und den 21-jährigen Jungen Grünen Salim Staubli. Als zusätzliche Vize-Präsidentin wurde mit der 27-jährigen Bieler Stadträtin Lena Frank neu eine Vertretung der Jungen Grünen einstimmig gewählt.

Erwartete Ja-Parole

Schliesslich fassten die Berner Grünen auch die erwartete Ja-Parole zur Volksinitiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)».

Die Initiative der Grünen verlangt, dass die Schweiz ihre Umweltbelastung auf ein global verträgliches Mass senkt. Heute verbraucht sie so viele Ressourcen, dass drei Erden nötig wären, wenn sich die gesamte Erdbevölkerung so verhielte.

Bei einem Ja müsste der ökologische Fussabdruck bis 2050 auf eine Erde reduziert werden. Der Bund müsste Zwischenziele festlegen. Würden diese nicht erreicht, könnte er Vorschriften erlassen. Auch Lenkungssteuern wären möglich.

In der ersten SRG-Trendumfrage hatten sich 61 Prozent für die Initiative ausgesprochen, 24 Prozent dagegen. 15 Prozent waren noch unentschlossen. Entscheiden werden die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 25. September.

SDA/cha

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