Berner Platte: Ein Hoch auf die Wiedervereinigung

Bern

Beim traditionellen Empfang zum Tag der Deutschen Einheit in der prächtigen Residenz des deutschen Botschafters in der Elfenau erschienen zahlreiche Gäste - aber kaum Parlamentarier.

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Benjamin Bitoun

Am 9. November feiert Deutschland 30 Jahre Mauerfall. In Festlaune zeigten sich die Vertreter der deutschen Botschaft bereits am Donnerstag am Empfang zum Tag der Deutschen Einheit in der prächtigen Residenz des deutschen Botschafters in der Elfenau.

Bei schwäbischem Wein und Weisswurst stiessen sie mit den geladenen Gästen auf die Wiedervereinigung und die deutsch-schweizerische Freundschaft an. «Die Schweiz kann sich auf Deutschland als guten Nachbarn verlassen», betont Botschafter Norbert Riedel bei seiner Rede im Garten der Residenz.

«Die Wiedervereinigung ist bis heute die wichtigste Leistung der deutschen Aussenpolitik», fährt der deutsche Botschafter fort. Er selbst trat allerdings erst im ersten Jahr nach der Wiedervereinigung in den diplomatischen Dienst ein.

Da stellt sich die Frage: Welche schwierige Aufgabe bleibt für ihn da noch zu lösen? «Wir wollen die Schweizer davon überzeugen, dass ein Rahmenabkommen mit der EU für beide Seiten gut ist und nicht das Ende der Schweiz bedeutet», sagt Riedel und lacht.

Dieser Meinung dürfte auch Staatssekretär und Schweizer EU-Chefunterhändler Roberto Balzaretti sein. Schliesslich war es Balzaretti, der das umstrittene Rahmenabkommen mit der EU ausgehandelt hat. Ob er und EU-Botschafter Michael Mat­thiessen sich darüber unterhielten, wollten die beiden aber nicht verraten.

Aus dem Schweizer Parlament schaute kaum jemand vorbei. Dies, obwohl der Botschafter das Datum des Empfangs ganz bewusst mit dem Ende der Herbstsession abgestimmt hatte. «Keine reife Leistung», findet Nationalrätin Kathy Riklin (CVP, ZH).

«Ich bin vom Bundeshaus direkt hierhergekommen. Das hätten andere auch gekonnt.» Sie nehme jedes Jahr am Empfang teil, so die langjährige Präsidentin der Delegation für die Beziehungen zum Deutschen Bundestag.

Als lebendes Beispiel der deutsch-schweizerischen Freundschaft nahm auch die Schauspielerin Heidi Maria Glössner («Die Herbstzeitlosen») am Empfang teil. Glössner stammt ursprünglich aus Deutschland, ist aber seit jungen Jahren mit Bern verwurzelt. Seit 32 Jahren lebt sie fest in der Bundesstadt, vor einem Jahr hat ihr die Burgergemeinde gar die Ehrenmedaille verliehen. «Mit Botschafter Riedel und seiner Frau Angelika verbindet mich eine wunderbare Freundschaft. Die Riedels besuchen immer meine Stücke», verrät sie.

Die Berner Platte präsentiert, wo sich Prominente getroffen haben.

Befreundet: Norbert Riedel und Heidi Maria Glössner.

Kathy Riklin und Anita Winter. Fotos: chp

Kathy Riklin (links) und Anita Winter. Fotos: chp

Angelika Riedel mit ihrem Gatten, Botschafter Norbert Riedel.

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