Berner Stadtrat spricht sich für Public Viewing aus

Bern

In der Stadt Bern soll während der Fussball-Europameisterschaft im Sommer 2016 ein Public Viewing ermöglicht werden. Das Stadtparlament hat einem überparteilichen Vorstoss zugestimmt.

Public Viewing auf dem Bundesplatz während der Euro 08: Der Stadtrat sprach sich zwar am Donnerstagabend für ein Public Viewing während der EM 2016 aus. Der Bundesplatz wird aber dafür nicht infrage kommen.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Public Viewing auf dem Bundesplatz während der Euro 08: Der Stadtrat sprach sich zwar am Donnerstagabend für ein Public Viewing während der EM 2016 aus. Der Bundesplatz wird aber dafür nicht infrage kommen.

(Bild: Keystone)

Die ursprüngliche Motion wurde in ein unverbindlicheres Postulat umgewandelt und anschliessend mit 49 Ja- zu 14 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen überwiesen. Mit einem Postulat konnte sich auch der Gemeinderat anfreunden.

Die Vorstoss-Urheberinnen und -Urheber aus den Reihen der Fraktionen BDP/CVP, SP, GLP und SP forderten den Gemeinderat auf, ein Public Viewing auf einem zentralen und attraktiven Standort in der Stadt zu ermöglichen, dies ohne Konsumzwang.

Prekäre Platzverhältnisse

Der Gemeinderat stehe dem Vorhaben wohlwollend gegenüber, sagte Gemeinderat Reto Nause (CVP). Doch es sei keine Staatsaufgabe, ein Public Viewing zu organisieren. Die Stadt stehe mit Privaten im Kontakt, denen man sicher keine Steine in den Weg legen werde.

Wo das Public Viewing stattfinden soll, ist derzeit noch unklar. Die Raumverhältnisse in der Stadt seien nächsten Sommer prekär, sagte Nause. Weder der Waisenhausplatz noch der Bundesplatz stünden zur Verfügung.

Denkbar ist für den Gemeinderat die Grosse Schanze, doch dort muss der Kanton als Eigentümer sein Okay geben. Nause hofft auf ein «Einsehen» des Kantons.

Linksgrüne dagegen

Im Stadtrat wurden auch noch andere mögliche Varianten genannt, zum Beispiel der Europaplatz. Auf jeden Fall werde es Eintrittskontrollen brauchen, um eine Überbelegung des Veranstaltungsortes zu vermeiden, sagte Gemeinderat Nause.

Gegen den Vorstoss sprachen sich Teile der Linken aus, darunter die Fraktion GB/JA. Es brauche kein weiteres Grossevent in der Stadt, das den öffentlichen Raum blockiere. Zudem handle es sich bei solchen Länder-Fussballturnieren um abzulehnenden «Nationalismus».

chh/sda

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