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Betreiber kämpft für Erhalt der Via-Felsenau

Der Betreiber des Clubs Via-Felsenau hat nur noch eine Betriebsbewilligung für sechs Parties pro Jahr erhalten. Weil damit die Schliessung droht, hat er am Freitag eine Einsprache eingereicht.

Peter Baka, Betreiber der Via-Felsenau, steht mit seinem Club vor dem Aus. Das Regierungsstatthalteramt hat im anfangs August eine Betriebsbewilligung ausgestellt, die in der Via-Felsenau nur noch sechs laute Parties pro Jahr erlaubt. Der Verantwortliche hatte mit einer Bewilligung für 20 Anlässe gerechnet.

Baka, der den Club im ersten Jahr mit einer provisorischen Bewilligung betrieb, versteht die Welt nicht mehr. «Ohne Rücksprache mit mir zu nehmen und ohne dass es neue Beschwerden von Anwohnern gab, wurde die Zahl der Anlässe reduziert.»

Proteste von Nachbarn

Die limitierte Betriebsbewilligung wurde fadenscheinig begründet, kritisiert Baka. Im Sommer sei ein Kantonspolizist vor Ort gewesen, der Regierungsstatthalterin Regula Mader berichtet habe, dass es im Aussenbereich zu laut sei. Dabei habe er keine Messungen gemacht, sondern sich offenbar nur auf sein persönliches Empfinden verlassen.

In der jüngeren Vergangenheit sei rund um den Club nichts Gravierendes vorgefallen und es habe keine neuen Reklamationen von Anwohnern gegeben.

Der Anwohner der am lautesten protestiert hatte, sei zudem erst ins Quartier gezogen, als der Kulturbetrieb schon auf Hochtouren lief. «Ich ziehe ja auch nicht neben den Flughafen und beklage mich anschliessend über den Fluglärm...», meint Baka verbittert.

Der Club sei mittlerweile viel leiser und es seien auch mehr Sicherheitsleute eingestellt worden.

Club nicht geeignet für laute Musik

Regierungsstatthalterin Regula Mader bestätigt, dass der Clubbetreiber einiges für die Verbesserung der Situation unternommen habe. Allerdings sei die Lage des Clubs das Problem. «Die Via-Felsenau steht mitten in einem Wohnquartier und ist für laute Musik nicht geeignet.»

Sie habe sich gestützt auf einen Sachbericht der Fachstelle Lärmakustik der Kantonspolizei entschieden, sagt Mader. Dieser sage explizit, dass der Clubbetrieb an dieser Lage problematisch ist.

Mit der Erlaubnis für sechs Anlässe habe sie einen Kompromiss finden wollen. Zusätzlich dazu gebe es ja auch noch mehrere Freinächte pro Jahr, an denen laute Musik (über 96 Dezibel) ebenfalls bis um 03.30 Uhr erlaubt ist. So lange der Schallpegel unter 96 Dezibel bleibe, seien Kulturanlässe täglich bis 00.30 Uhr gestattet. «Büro- und Firmenanlässen steht damit nichts im Weg», so die Regierungsstatthalterin.

Suche nach Solidarität

Baka gibt sich damit nicht zufrieden, weil er den Club mit nur sechs Parties wirtschaftlich nicht mehr tragen könne. Er hat am Freitag bei der bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern eine Einsprache deponiert.

Zusätzlich sammelt er im Quartier Unterschriften und hat auf Facebook die Fangemeinde der Via-Felsenau mobilisiert. Drei Tage nach der Lancierung der Gruppe «Club Via-Felsenau soll nicht geschlossen werden», sind bereits über 1000 Mitglieder beigetreten.

«Ich will damit zeigen, dass viele Leute hinter der Via-Felsenau stehen und dass es den Betrieb als Kulturinstitution in Bern braucht.»

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