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Blicke in eine verschlossene Schatzkammer

Auf dem Gelände des früheren Kurzwellensenders in Schwarzenburg lagert heute das Museum für Kommunikation seine Schätze. Am Wochenende öffnete es die Türen.

Montag, 29.März 1998. Im beigen Anzug, mit schwarz-weiss gestreifter Krawatte und der unverkennbaren Palmenfrisur verkündet Stephan Klapproth im Fernsehstudio das Ende einer Ära: «Ab morgen ist Funkstille.»

Gemeint war der Kurzwellensender in Schwarzenburg. Während beinahe 40 Jahren war zuvor von Schwarzenburg aus das Programm vom Schweizer Radio International in die ganze Welt ausgestrahlt worden. Und dies nicht ohne Nebenwirkungen für die lokale Bevölkerung: Erst hielt man die Anwohner, die von singenden Dachrinnen und Wasserhähnen erzählten, für verrückt. Doch als Messungen ergaben, dass die Elektrosmog-Grenzwerte um ein Vielfaches zu hoch sind, war der Fall klar. In der Folge musste die Swisscom als Betreiberin eine Kehrtwende machen. Statt die Anlage auszubauen, stellte sie den Sender ein.

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