Loubegaffer: Als Hoarau zum ersten Mal Schnee sah

Bern

Die Loubegaffer schauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt.

Sie strapazierten die Lachmuskeln: Guillaume Hoarau (rechts) im Gespräch mit Brian Ruchti (links) und Gabriel Haldimann.

Sie strapazierten die Lachmuskeln: Guillaume Hoarau (rechts) im Gespräch mit Brian Ruchti (links) und Gabriel Haldimann.

(Bild: PD)

Gleich drei Tore erzielte Stürmerstar Guillaume Hoarau am Sonntag gegen St. Gallen. Schlussresultat dank des (nicht ganz lupenreinen) Hattricks: 3:2. Ein weiterer Schritt in Richtung Titelverteidigung ist damit für YB vollbracht. Bereits einige Tage zuvor beehrte Hoarau, den ein gewisser Fredy Bickel anno 2014 verpflichtete, das Fanlokal Halbzeit im Breitenrain.

Die Moderatoren des Talks, Gabriel Haldimann und Brian Ruchti von Radio Gelb-Schwarz, forderten Hoarau zum Start zu einem Frage-Antwort-Spiel heraus: Wer ist der beste Tänzer im Team? Roger Assalé. Der Partytiger im Team? Moumi Ngamaleu. Ein künftiger Trainer? Steve von Bergen. Die Leseratte? Marco Wölfli (nicht Djibril Sow, der am liebsten den Ikea-Katalog «liest»). Bester Sänger? Loris Benito. Mister Schlecht-gelaunt? Nico Zaugg, der Materialwart. «Niemand wagt es, Socken zu verlieren», sagt Hoarau.

Der YB-Stürmer plauderte aus dem Nähkästchen, beispielsweise erzählte Hoarau, wie er die Sonntage auf seiner Heimatinsel La Réunion verbrachte: «Meine Nachbarn sind dort meine Cousins, wir machten oft Musik, Gitarren standen überall rum. Auch auf der Toilette.» Dann berichtete er vom Moment, als er zum ersten Mal in Frankreich Schnee erblickte. Das Fussballtraining war um 10 Uhr angesetzt. «Aber ich blieb drinnen, weil es schneite. Ich dachte, das Training sei abgesagt. Sie lachten mich aus.»

Der 35-jährige Sympathieträger Hoarau erklärte auch, warum er sich in Bern so wohl fühlt. Der allererste Club, für den er spielte, hatte nämlich die gleichen Farben wie YB. Und: «Ich kann in Bern ein normaler Mensch sein und kann auch Musik machen.» Ihm sei bewusst, dass er aufpassen müsse mit der Menge an Konzerten.

Er muss vor jedem Auftritt bei Sportchef Christoph «Wuschu» Spycher antraben. Wuschu hat das letzte Wort. Einen Termin, den sich die Loubegaffer bereits in die Agenda eingetragen haben, ist der 18. Mai. Dann musiziert Hoarau auf der Sky Terrace des Hotels Schweizerhof in Bern von Direktorin Iris Flückiger.

Der Talk-Abend war besser als jede Stand-up-Comedy-Show. Auch dank der Eloquenz der Moderatoren und der vielen Fun-Facts. Brian Ruchti merkte zum Beispiel an, dass im Fifa-Videospiel die Young Boys deutlich mehr ausgespielt würden, seit YB Meister sei. Aus dem Publikum kam der Einwand, dass Gui dort ziemlich langsam sei. Hoarau raunte ins Mikrofon: «Das bin ich auf dem Platz ja auch.»

Auch abseits des Rasens ist den Loubegaffern in den letzten Tagen einiges aufgefallen. Etwa dass Zlatko «Slädu» Perica, der frühere Gitarrist von Marco Pfeuti, besser bekannt als Gölä, zusammen mit seiner Ann in den Hafen der Ehe eingefahren ist.

Und dann wären da noch Sweet Agnes & The Fiechters. Sweet wer? Die Band mit dem klingenden Namen gibt Ende Mai im Kofmehl Solothurn gleich drei Konzerte. Und die Loubegaffer sind sich ziemlich sicher, dass hinter Sweet Agnes ein gewisser Büne Huber steckt. Patent Ochsner. Klingelts?

stadtbern@bernerzeitung.ch

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