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Loubegaffer: Prominente Pyromanen

Die Loubegaffer schauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt.

Pyromanen? Photoshop mit Politprominenz.
Pyromanen? Photoshop mit Politprominenz.
zvg

Wie bereits mehrmals letzte Woche konnte die Kantonspolizei Bern auch am Montag eine Person identifizieren, die an der YB-Meisterfeier vom letzten Jahr mutmasslich Pyros gezündet hat. Das Bild «Unbekannte Person 9» stehe «aufgrund aktueller Erkenntnisse» nicht mehr zur Verfügung, teilte die Kapo mit. Letzte Woche hatte sie Bilder von 16 unkenntlich gemachten Personen publiziert, die «dringend verdächtigt» werden, «in unmittelbarer Nähe von Personen Pyrotechnika gezündet zu haben». Ab morgen Mittwoch fahndet die Polizei mit unverpixelten Bildern nach den verbliebenen Verdächtigten.

Die Loubegaffer hinterfragen die Art und Weise des Internetprangers ein bisschen: Die Bilder wurden bei der Anonymisierung derart unkenntlich gemacht, dass sich wohl der eine oder andere Pyrotechniker selber nicht identifizieren konnte. Ist am Ende sogar Sicherheits­­direktor Reto Nause (CVP) einer der Zünsler? Oder der frühere kantonale Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP)? Nein, natürlich nicht. Vielmehr übten sich auf Facebook BZ-Leser im «Photoshöplen» und montierten die entsprechenden Köpfe auf die Kapo-Bildli.

Die Loubegaffer bummeln nicht nur durch Berns Lauben, sondern sind auch in den Quartieren unterwegs. So auch in der Lorraine. Und dort fallen ihnen immer wieder die joggingbehosten Gewerbeschüler auf. Die Loubegaffer schütteln darob den Kopf. Sind die Schüler dermassen faul, dass sie gleich mit den Jogginghosen, die sie sonst zu Hause tragen, in die Schule gehen?

Unweigerlich kommt einem bei diesem Anblick der Spruch des kürzlich verstorbenen Mode­­designers Karl Lagerfeld in den Sinn. Dieser sagte einst: «Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.» Oder: «Jogginghosen sind das Zeichen einer Niederlage. Man hat die Kontrolle über sein Leben verloren, und dann geht man eben in Jogginghosen auf die Strasse.» Irgendwie hat Lagerfeld recht.

Dank der BZ gibt es eine 3. Auflage des YB-Meisterbuchs. Was darob fast vergessen ging: Es gibt noch ein weiteres YB-Meisterbüchlein, geschrieben von vier Edelfedern. «Wo das Tram nicht hinfährt, sind wir daheim» von Schriftsteller Pedro Lenz, Kornhausforum-Zampano Bernhard Giger, Hockeyreportergott Klaus Zaugg und dem Wohlener Ex-Gemeinderat Bänz Friedli hat sich bisher 4200-mal verkauft. Die Auflage beträgt 5000 Exemplare. Die Loubegaffer haben sich längst ein solches Büchlein gekauft – zum originellen Preis von Fr. 18.98. YB-Fans wissen: Die Young Boys wurden 1898 gegründet.

stadtbern@bernerzeitung.ch

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