BLS bereitet sich auf Chliforst vor

Bern

Die BLS schreibt einen Studienauftrag für die Planung ihres Werkstättenprojekts im Chliforst aus. Damit will sie bereit sein, falls sich das Bundesamt für Verkehr für diesen Standort entscheidet.

Im Chliforst Nord bei Bern soll auf der grünen Wiese die neue BLS-Werkstatt gebaut werden.

Im Chliforst Nord bei Bern soll auf der grünen Wiese die neue BLS-Werkstatt gebaut werden.

(Bild: Google Streetview)

Noch ist offen, ob in Berns Westen wie ursprünglich geplant eine neue BLS-Werkstätte gebaut werden kann. Klar ist hingegen, dass der Kanton die raumplanerischen Voraussetzungen dafür geschaffen hat – sowohl für den Standort im Chliforst Nord als auch für den Standort Niederbottigen. Aus Sicht der Stadt Bern ist der Standort Chliforst geeigneter.

Die unabhängige Begleitgruppe hat den Chliforst in einer Evaluation ebenfalls als besten und Niederbottigen als zweitbesten Standort für ein Neubauprojekt bezeichnet.Nun treibt die BLS die Planungsarbeiten für einen Neubau im Chliforst voran. Wie das Bahnunternehmen am Mittwoch mitteilte, schreibt es am Freitag einen Studienauftrag öffentlich aus.

Mit diesem Verfahren sucht die BLS Generalplanerteams, welche die Planung für einen Neubau detailliert ausarbeiten. Damit stelle die BLS sicher, dass sie bei einem Entscheid des Bundesamtes für Verkehr zugunsten dieses Standorts den Neubau realisieren und 2025 in Betrieb nehmen kann, heisst es in der Mitteilung.

Kein Präjudiz

Mit der Vertiefung der Planung schaffe die BLS kein Präjudiz, betont das Unternehmen. Die Begleitgruppe Werkstätte kläre derzeit ab, ob die SBB-Werkstätten in Biel als mögliche Alternative für einen Neubau von der BLS mitbenutzt werden können.

Die Resultate dieser Abklärungen hat die Begleitgruppe im Frühling 2018 in Aussicht gestellt. Laut BLS sollen diese Resultate in ihre Standortbeurteilung einfliessen.

Kritik gegen beide Standorte

Bernardo Albisetti, Präsident der Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem, sieht für die Standorte im Chliforst Nord und in Niederbottigen unüberwindbare rechtliche Hürden. «Eigentlich müsste das Bundesamt für Verkehr die SBB und die BLS zur Vernunft bringen und den Standort Biel vorgeben», sagt Albisetti.

Ein Neubau auf der grünen Wiese sei unter den vorliegenden Umständen wohl nicht bewilligungsfähig. Auch dem am Mittwoch angekündigten Studienauftrag der BLS steht er kritisch gegenüber. Das sei wohl vergebene Liebesmüh, sagt Albisetti.

ehi/pd

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