Zum Hauptinhalt springen

Buchhalter im Iran, arbeitslos in der Schweiz

Hunderte Bewerbungen müssen anerkannte Flüchtlinge schreiben, bis sie eine Stelle bekommen. In einer Ausstellung am Flüchtlingstag am Samstag werden zehn von ihnen porträtiert – auch der Iraner A.S.

Sechs Jahre lang hat A.S. Buchhaltung gelernt: vier Jahre im Gymnasium, zwei Jahre an der Universität. «Ich bin ein Zahlenjongleur», sagt er lachend. Seit drei Jahren sucht er nach einer Stelle. Bis jetzt erfolgslos. Sein grosses Handicap ist sein F-Ausweis – A.S. ist aus dem Iran geflohen.

«Ich bin ein politischer Flüchtling», sagt der 37-Jährige. Der gebürtige Iraner kam in seinem Heimatland mit dem dortigen islamischen Regime nicht klar, erzählt er – «der Staat ist zutiefst rassistisch und intolerant», so der Kurde. Eine Frau dürfe nicht Präsidentin werden, ein Mann dürfe keine Ohrringe tragen, ein Ungläubiger dürfe getötet werden. Aus diesem Grund sei er einer geheimen sozialistischen Partei beigetreten – «wie die Linke hier, aber illegal», meint er lachend.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.