Bund zwingt Café Belair zur Schliessung

Bern

Ende April muss das Berner Tearoom Belair an der Christoffelgasse den Betrieb einstellen. Grund: Die Bundesverwaltung, der das Gebäude gehört, will sich auch im Parterre breitmachen.

Seit 12 Jahren betreibt Dimitri Panyidis mit seiner Frau Eva das Tearoom Belair an der Christoffelgasse in Bern. Nun ist bald Schluss damit. Ende April muss der Grieche sein Lokal an bester Lage zwischen Loebegge und Kleiner Schanze aufgeben, wie der «Bund» in der Samstagausgabe berichtet.

Grund dafür sind Umstrukturierungen der Bundesverwaltung, der das Gebäude seit Jahrzehnten gehört. Die oberen sechs Stockwerke teilen sich derzeit verschiedene Abteilungen des Eidgenössischen Finanzdepartements. Nun will der Bund auch noch das Parterre für sich beanspruchen, eben dort, wo Dimitri Panyidis seit über 10 Jahren Gäste verköstigt.

Anstelle des Cafés sollen ein Empfang und Verhandlungsräume der Kommunikationskommission (Comcom) und der Elektrizitätskommisssion (Elcom) des Bundes ins Parterre einziehen. Sie waren bisher in gemieteten Gebäuden untergebracht. Mit «wirtschaftlichem Druck» rechtfertigt Jonas Spirig, Mediensprecher des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL), den Umzug gegenbüber dem «Bund». Das Ziel einer neuen «Unterbringungsstrategie» des Bundes sei, dass die Verwaltung künftig in den bundeseigenen Immobilien untergebracht werde.

Nach anfänglichem Frust blickt Panyidis nun etwas positiver in die Zukunft. Ab Mai soll er mit seiner Frau das Hotel Sternen in Belp übernehmen.

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