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Bundesstadt soll beim SlowUp mitmachen

Der Stadtrat will, dass sich Bern nächstes Jahr an der Bewegung SlowUp für einen Tag ohne motorisierten Verkehr beteiligt. Das Parlament nahm einen Vorstoss mit 49 zu 20 Stimmen gegen den Willen des Gemeinderats an.

Die Motionärinnen Aline Trede und Natalie Imboden (Grünes Bündnis) sahen den autofreien Erlebnistag als Volksfest für Alt und Jung. Bern solle als erste grössere Stadt die Chance packen, «Teil dieser Bewegung zu sein». Heute gebe es in der Schweiz 16 SlowUp- Anlässe mit über 400'000 Besucherinnen und Besuchern.

Die Sprecherinnen und Sprecher aus dem links-grünen Lager wandten sich dagegen, dass hier nun «horrende Kostenberechnungen» als Gegenargument ins Feld geführt würden. Es gebe immer wieder Ereignisse wie etwa den Grand Prix, wo Teile des Strassennetzes gesperrt würden. Geld sei bereits vorhanden, das man für zwei autofreie Sonntage gesprochen habe. In diesem Rahmen solle auch das SlowUP stattfinden.

Gegner: Sache von Privaten

Die bürgerlichen Parteien argumentierten, die Durchführung eines solchen Events sei nicht Sache der Stadt Bern. Da sollten Private aktiv werden, welche selber auf Sponsorensuche gehen müssten. Die Befürworter könnten am erfolgreichen SlowUp rund um den Murtensee teilzunehmen, wie Jimy Hofer (parteilos) sagte.

Der Gemeinderat wäre nach den Worten von Sicherheitsdirektor Reto Nause bereit gewesen, ein unverbindliches Postulat entgegenzunehmen. Damit wäre die Integration in die im Budget 2010 vorgesehenen autofreien Sonntage ermöglicht worden. Nause sagte, die Kosten dürften nicht unterschätzt werden. Sie seien für eine Stadt wegen der zahlreichen Strassensperrungen wesentlich höher als auf dem Land.

Der Stadtrat beharrte aber auf der verbindlichen Motion, die deutlich überwiesen wurde.

SDA/js

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