Buskers lockt 75'000 Personen in die Lauben und Gassen von Bern

Die 16. Ausgabe des Strassenmusikfestivals Buskers in Bern hat trotz heftigen Regens am Freitag mehr Besucherinnen und Besucher angezogen als im vergangenen Jahr.

  • loading indicator

An drei Tagen gaben sich am Buskers in der Berner Innenstadt 75'000 Personen der Strassenmusik, Akrobatik, Theater, Tanz, Streetperformance und Comedy hin. Am meisten Besucherinnen und Besucher kamen am Samstag, wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten – nämlich rund 30'000 Personen.

Am Donnerstag und Freitag waren es 20'000 respektive 25'000 Personen. Die Organisatoren stützen sich auf die Angaben der Kantonspolizei. Im vergangenen Jahr besuchten bei idealeren Wetterverhältnissen 70'000 Personen das Strassenkunstfestival.

Festivalleiterin Christine Wyss sagte auf Anfrage, sie sei zuversichtlich, dass in diesem Jahr finanziell eine schwarze Null resultiere. Allerdings werde die Abschlussrechnung erst Ende Jahr vorliegen.

Das Wetter machte nur teilweise gut mit. Nach tropischen Verhältnissen am Freitag mit «gefühlt über 30 Grad» bei 90 Prozent Luftfeuchtigkeit ballte sich über der Stadt ein Gewitter zusammen, das sich gegen 21 Uhr entlud. Blitze, die sowohl ins Münster wie auch in die Kirche St. Peter und Paul einschlugen, lösten einen Feuerwehreinsatz aus. Das Gewitter veranlasste viele Besucher, das Festivalgelände zu verlassen – und einige, im Regen zu tanzen. Fünf Shows wurden abgesagt, die anderen wurden durchgezogen oder unter die Lauben oder in eine Kellerbar verlegt.

Insgesamt gab es fast 340 Shows mit 117 Artistinnen und Artisten aus 39 Gruppen und 24 Ländern. Nennenswerte Zwischenfälle gab es gemäss den Organisatoren, die sich auf Angaben der Polizei stützten, keine.

Etwas weniger verkaufte Bändeli

Eine «unverzichtbare Einnahmequelle» ist der Verkauf von Festivalbändeli und Programmheften sowie das Hutgeld. Das Festivalgelände ist offen. Gemäss den Organisatoren funktioniert dieses System «nach wie vor einigermassen». Der leicht enttäuschte Unterton hat damit zu tun, dass in den letzten Jahren nur rund 40 Prozent der Festivalbesucher auch ein Bändeli gekauft haben.

Erklärtes Ziel von Festivalleiterin Christine Wyss sind jedoch über 50 Prozent. Laut der Mitteilung hat es nicht geklappt. Mit 30'000 verkauften Bändeli liegt die Quote sogar leicht unterhalb früheren Ausgaben. Christine Wyss sagt auf Anfrage, sie wolle das nicht kommentieren. Die Leute sollten selber rechnen und ihre Schlüsse daraus ziehen. «Wir haben getan, was wir konnten. Was die Gründe sind, weiss ich nicht.»

Wie viel Geld so eingenommen wurde, war der Mitteilung nicht zu entnehmen. Beim Hutgeld handelt es sich um die Gage der Künstlerinnen und Künstler.

Wie viel Geld so eingenommen wurde, war der Mitteilung nicht zu entnehmen. Beim Hutgeld handelt es sich um die Gage der Künstlerinnen und Künstler. Mehr als 300 freiwillige Helferinnen und Helfer sowie das 30-köpfige Organisationskomitee haben das Festival möglich gemacht.

flo/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt