«Coco» und «Krabat» kompensieren die Flops

Bern

Konzert Theater Bern ist zufrieden mit den Besucherzahlen. Dass das Ergebnis positiv ausgefallen ist, liegt in erster Linie an der Opernsparte.

War ein Erfolg: das Musical Coca. Im Zentrum steht die komplizierte Dreiecksbeziehung zwischen Coco (Mariananda Schempp, Mitte), ihrem Freund (Luka Dimic, links) und ihrem Körper (Gabriel Schneider).

War ein Erfolg: das Musical Coca. Im Zentrum steht die komplizierte Dreiecksbeziehung zwischen Coco (Mariananda Schempp, Mitte), ihrem Freund (Luka Dimic, links) und ihrem Körper (Gabriel Schneider).

(Bild: Annette Boutellier)

Michael Feller@mikefelloni

Verhalten euphorisch hat Konzert Theater Bern am Donnerstag die Zahlen zur Spielzeit 2017/2018 verschickt. «Die Publikumszahlen sind mehr als zufriedenstellend», heisst es einleitend im Geschäftsbericht. 144452 Eintritte zählte das Haus in allen vier Sparten. Gegenüber der Vorsaison sind es 8276 mehr. Es resultierte ein Gewinn von 3678 Franken.

Dass das Ergebnis positiv ausgefallen ist, liegt in erster Linie an der Opernsparte, die sich erholen konnte. In der ersten Spielzeit nach der Stadttheater-Sanierungsphase verzeichnete die Sparte ein Plus von fast 13'000 Zuschauern, es kamen 39'215 Gäste, womit sich die Sparte wieder in etwa auf dem Vor-Sanierungs-Level bewegt.

Der Tanz – seit längerem ist die kleinste die erfolgreichste Sparte – legte um 1'500 Gäste zu. Alle drei grossen Eigenproduktionen waren von Erfolg gekrönt: «Sacre/Faun/Bolero» begeisterte nicht nur künstlerisch, sondern auch die Buchhaltung: 95 Prozent Auslastung im Stadttheater bei 11 Vorstellungen: Ein Traumresultat. Und in der Vidmarhalle schaffte es «Tabula Rasa» gar auf 99 Prozent. Auch «Einstein» lief überdurchschnittlich gut.

«Verdingbub» floppte

Schwankend lief es aber beim Schauspiel mit einem Rückgang von 3'600 Besuchern. Während etwa der als Blockbuster angelegte «Verdingbub» im Stadttheater floppte (nur 50 Prozent Auslastung), war «Coco» in der Vidmarhalle ein Erfolg, besuchermässig (88 Prozent Auslastung) wie auch künstlerisch: Für Christoph Marti, der in «Coco» die Figur der Giselle verkörperte, gab es gar den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie «Bester Nebendarsteller». 

Darüber hinaus wurde die Produktion zum diesjährigen Schweizer Theatertreffen eingeladen. Doch eigentlich war es das Weihnachtsmärchen, das die erste von Cihan Inan konzipierte Spielzeit rettete: «Krabat» lockte 11269 ins Stadttheater, fast ein Drittel der Schauspielgäste.

Der Rückgang beim Berner Symphonieorchester (-4500) erklärt sich mit dem Umzug ins Exil während der Kulturcasino-Sanierung. Ab September finden die Konzerte wieder in der gewohnten Umgebung statt.

Berner Zeitung

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