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Dählhölzli: Burglind hinterlässt Schäden von 500'000 Franken

Der Tierpark blieb nach dem Burglind-Sturm fast eine Woche lang geschlossen. Wie es den in Provisorien untergebrachten Tieren geht und warum sich die Schadenssumme verdoppelt hat.

Sechs Tage lang blieben die Tore des Tierparks Dählhölzli geschlossen. Der Sturm Burglind hatte vergangenen Mittwoch zahlreiche Bäume umgefegt und unter anderem das Wisentgehege, die Wolfs- und die Bärenanlage arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Tiere kamen in Provisorien unter.

Genau eine Woche nach dem Sturm ist das Dählhölzi für Besucher wieder offen. «Die Forstarbeiter der Burgergemeinde und vom Tierpark haben Unheimliches geleistet», sagt Tierparkdirektor Bernd Schildger. Es habe ausgesehen wie ein riesengrosses Schlachtfeld. Mittlerweile seien die Anlagen drinnen für die Tiere wieder einigermassen passabel. «Jetzt müssen wir die Zäune von aussen richtig reparieren.» Auf die Frage, wann die Aufräum- und Reparaturarbeiten abgeschlossen seien, lacht Schildger. Das könne niemand genau sagen, er schätze ungefähr zwei Monate.

Schadenssumme doppelt so hoch

Die entstandenen Schäden sind weit grösser als angenommen. Während letzte Woche noch von 250'ooo Franken die Rede war, ist die Schadenssumme auf eine halbe Million angestiegen. «Der Schaden ist jeden Tag grösser geworden, weil wir Notfällungen machen mussten», erklärt Schildger. Mittlerweile seien es über 100 Bäume, die der Tierpark verloren habe.

Für die wohl grösste Aufruhr während des Sturms vergangene Woche sorgte im Dählhölzli ein Wolf, der vorerst nicht aufgefunden werden konnte. Als das Rudel in ein Provisorium in der Bärenanlage getrieben wurde, gab der Tierpark Entwarnung.

Wie geht es den Tieren nach der ganzen Aufregung der letzten Woche? «Die Wölfe haben sich akklimatisiert an die Anlage und die Gäste können sie aus dem Bärenwaldhaus sehen», so der Tierparkdirektor.

Ihr ursprüngliches Gehege wird allerdings nicht mehr das gleiche sein. Bis auf eine kleine Eiche seien alle Bäume gefällt worden. «Aus den übergebliebenen Ästen haben wir Asthaufen gemacht, damit die Wölfe genügend Rückzugszonen haben. Ein planiertes Fussballfeld nützt einem Wolf nichts.»

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