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Damhirsche als Nachbarn

Die Schafe oberhalb der Überbauung Oberfeld in Ostermundigen machen Probleme, nun sollen Damhirsche her.

Damhirsche könnten die Lösung sein für den Hang im Oberfeld.
Damhirsche könnten die Lösung sein für den Hang im Oberfeld.
Fotolia

«Määh» – tönt es vom Hang oberhalb der Überbauung Oberfeld. «Die Schafe brechen immer wieder aus und spazieren durch die Gärten der Anwohner», sagt Peter Scotton, Leiter der Geschäftsstelle der Vorsorgestiftung VSAO (Verband Schweizerischer Assistenz-, Oberärztinnen und -ärzte). Die Vorsorgestiftung VSAO ist Bauherrin der gut 300 Wohnungen im neuen Quartier Oberfeld.

Scotton geht übers Feld und sagt: «Die Schafe sind zu schwer für diesen Boden. Sie sinken ein und hinterlassen Pfade.» Da zudem die Verpachtung an den Schafbauern nicht befriedigend verlaufe und die Schafe teils ausbüxen würden, müsse eine neue Lösung gefunden werden. «Kein Bauer will den steilen Hang bewirtschaften», sagt Scotton. «Das Mähen wäre in diesem Gelände sehr aufwendig.»

Damhirsche sind mit ihren ­etwa 57 Kilogramm leichter als Schafe. «Sie stinken nicht und­ ­geben nur wenige Laute von sich», fügt Scotton hinzu. Maximal acht bis zehn Hirsche könnten auf der Fläche weiden. «Die Hirsche würden das Gras abfressen», so Scotton. «Und wir müssten keinen Bauern fürs Mähen bezahlen.»

Falls die Idee umgesetzt wird, würde sich der Hauswart um die Tiere kümmern. Das Baugesuch läuft aber noch bis zum 21. November. Scotton vernahm einige Gegenstimmen von Anwohnern, die keinen Tierpark wollen. Es sei aber keine Zucht geplant, entgegnet er. «Erst nach der Auswertung und Prüfung entscheiden wir, ob Damhirsche die beste Lösung für die Nutzung der Grünfläche sein werden.»

Frühestens Anfang Frühling könnten Damhirsche Nachbarn des Oberfelds werden. Zum Fenster hin­einschauen könnten die Tiere nicht, die Wiese sei zu weit weg, so Scotton.

lou

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